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Der
Film:
1943 in Weißrussland: Eine deutsche SS-Einheit besetzt ein Dorf. Der junge Soldat Franz verliebt sich in die hübsche 16-jährige Polina und auch seine Kameraden genießen das idyllische Dorfleben. Doch dann werden sie plötzlich von der Realität des Krieges eingeholt. Das ganze Dorf soll liquidiert werden. Franz erhält den Befehl, Polina zu erschießen. Er weigert sich und flieht mit ihr. Verfolgt von deutschen Soldaten und weißrussischen Partisanen kämpfen sie gemeinsam um ihr Überleben...
Adrian Topol, der kurz darauf
im Semi-Werbefilm “Mörderischer
Frieden“ einen relativ zackigen Bundeswehrsoldaten verkörpern
sollte, überzeugt in dieser russischen Produktion als sensibler
Soldat der Waffen-SS. Ihm zur Seite steht Svetlana Ivanova, die
Polina so zupackend und selbstbewußt verkörpert, dass
sofort klar wird warum sich Franz in sie verliebt.
“Franz + Polina“ überrascht
dadurch, dass hier weder das hohe Lied vom Großen Vaterländischen
Krieg der Roten Armee gesungen wird noch (alle) deutschen Soldaten
als blindwütige Mörder darstellt werden. Gelegentlich
fast poetisch erzählt Mikhail Segal in sanften Sepiatönen
von den Schrecken des Krieges aber vor allem von der Wichtigkeit
völkerübergreifender Freundschaft und Liebe.
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