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Wen
erfreut es nicht, wenn plötzlich beim MTV- oder Viva–Glotzen
plötzlich ein Video der “Pussycat Dolls“ über
den Bildschirm flimmert. Bei Buttons klinkt dem männlichen
Musikliebhaber der Unterkiefer aus und die Zunge rollt sich wie
in einem Tex-Avery-Trickfilm
hinaus. Hey, die Mädels können was denkt man – tolle
Band und der Rhythmus spricht unser Testosteron an.
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Weit gefehlt, Liebe macht
vielleicht blind – Titten und sonstige Kurven wohl taub. Wer
sich den ganzen Spaß auf CD noch mal anhört wird, merkt
plötzlich nichts von Testosteron, höchstens steigt das
Adrenalin an wegen der Verarsche die hier gerade passiert. Ähnlich
wie bei sonstigen Pseudo - Superstars und Sternchen handelt es sich
bei den Dolls um eine mehr oder minder zusammen gecastete Band.
Anfänglich noch von der Choreographin Robin Antin mit "Al
Bundy"-Dumpfbacke Christina Applegate zusammengestellte leicht
bekleidete Tanzrevue, wurde 2003 von Plattenproduzenten zu einer
Form der “New Kids on the Block“ für Notgeile modifiziert.
Natürlich an Frontfrau Nicole Scherzinger kommt niemand vorbei – oder liegt auch dies nur an der Optik. Ansonsten ist das Konzept der Platte recht einfach: 6 trällernde Heulsusen scharen irgendwelche hippen Rapper und Hip Hopper um sich. Das “Don´t cha“ da mit Busta Rhymes noch raussticht liegt wohl aber eher am guten Busta und nicht den Puppen. Wer sich jetzt also von “Don´t cha“ über “buttons“, quält wird kurz vor Ende auch noch richtig bestraft.
Irgendwie glauben ja heutzutage sämtliche Möchtegern-Chartstürmer den 80er Jahre Wave – Klassiker “Tainted Love“ covern zu müssen. Diese Pussies auch und was dabei passiert treibt mir den Ohrschmalz aus der Ohrmuschel. Hey, Mädels das ist nicht irgendein fader Discosong – “Tainted Love“ von Soft Cell ist der Inbegriff des Discosounds der 80ér und eine meiner ersten Erfahrungen mit Discomusik überhaupt! Nicht umsonst habe ich die Single bis zum Erbrechen auf meinem Mono – Plattenspieler rauf und runter gedudelt und mit meiner Schwester den Ausdruckstanz studiert. Aber was uns die Pussycat Dolls bieten ist sehr leichte Kost und spätestens jetzt hat auch der noch so frauenliebende Musikliebhaber feststellen müssen, dass die Mädels zwar optisch sehr ansprechend sind aber akustisch einfach dieses Level nicht halten können.
Dummerweise ist Musik aber eben für
die Ohren und nicht die Augen und dafür entschädigt noch nicht einmal
das CD – Cover !!!
Michael Kompa
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