Mit der Verfilmung
von Marion Zimmer Bradleys Roman "Die Nebel von Avalon" erfüllte sich
der Regisseur Uli Edel ("Christiane F. - Wir Mädchen vom Bahnhof
Zoo") einen lang gehegten Wunschtraum. Zwar war der Stoff angeblich zu
komplex für einen Spielfilm (was Unfug ist, denn John Boorman erzählt in
"Excalibur" nahezu die selbe Geschichte), doch für eine TV-Miniserie
aus dem Hause Hallmark reicht es allemal.
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Wer
sich diese knapp drei Stunden, die bei uns von Sat 1 ausgestrahlt
werden, nun zu Gemüte führt, kann sich Zimmer Bradleys 1100-seitigen
Wälzer getrost schenken. Der Zuschauer bekommt quasi im Schweinsgalopp
reichlich Antworten auf die zwingende Frage, wie denn wohl die Artus-Sage
aus weiblicher Sicht aussehen würde. Auf alle Fälle wären König
Artus und sein untreuer Ritter Lancelot dann Cousins!
Leider wurde die Serie mal wieder mangels Budget nicht allzu üppig
oder gar mit einer eigenen Sicht der Dinge bebildert. Doch immerhin
weiß der Soundtrack zu gefallen. Lee Holdridge begann als Komponist
von Filmmusik ("Splash"), wechselte dann zum Fernsehen
("Das Modell und der Schnüffler")
und verdient dort heute ausschließlich seine Brötchen. Sein abwechslungsreicher
oft folkloristischer Score wird noch optimal ergänzt durch die Stimme
der Celtic-Sängerin Loreena McKennitt und kann auch ohne Uli Edels
Bebilderung (oder auch erst recht ohne diese) genossen werden.
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