Mit der
minimalistischen Band “Trio“ (“Da Da Da“)
hatte Stephan Remmler so ziemlich alles erreicht, Goldene Schallplatten
in Mexiko und Kanada, Auftritte in den USA, Beteiligung an einem von
Yoko Ono zusammengestellten Sampler und der Kinofilm “Drei gegen
Drei“. Doch nach der Auflösung der Band (eine Wiedervereinigung
erscheint unwahrscheinlich, da dies laut Remmler “nur schön
wäre, wenn es auch schön wäre“) startete er eine
erfolgreiche Solokarriere.
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1986 erschien das Album “Stephan
Remmler“ und präsentierte mit Männerchor und Polizeiorchester
betont überproduzierte Nummern wie “Lass mich einmal
noch wieder bei Dir sein“. Der ironische Gassenhauer “Keine
Sterne in Athen (3-4-5x in 1 Monat)“ wurde zu einem gewaltigen
Hit und gehörte fortan auch zum Standartprogramm in Kneipen
und Bierzelten. Die weiteren Alben Remmlers blieben zwar weniger
erfolgreich waren aber weiterhin immer für Überraschungen
gut. So war beim Stück “Drei weiße Birrken“
Status Quo im Hintergrund zu hören und unter dem Motto “Projekt
F“ coverte Remmler Stücke von Freddy Quinn.
Mit “1,2,3,4...“ präsentiert sich Remmler in absoluter
Hochform. Neben Updates zu seinen Klassikern “Kummer“
(eine “Trio“-Nummer) und “Vogel der Nacht“
sind zwölf neue Songs zu hören, die alle durch unwiderstehlich
eingängige Melodien und lässige Texte überraschen.
Diese Nummern hat Remmler eher minimalistisch und äußerst
entspannt eingespielt. Zugleich ließ er aber auch noch in
Zusammenarbeit mit seinem Sohn Cecil die Titel von verschiedenen
Künstlern wie 2raumwohnung, Deichkind, Thomas D oder Heinz
Strunk remixen und überarbeiten. Es empfiehlt sich daher die
Anschaffung der Doppel-CD, die 16 alternative Versionen und eine
DVD mit äußerst lustigen Making Of-Filmchen und Videos
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