Pünktlich zum
zehnjährigen Jubiläum haben sich die Macher der "Space Night" mit
dem inzwischen zehnten Musikalbum zu der kultigen Sendereihe für Schlaflose ins
Zeug gelegt, um uns auch auf CD zu bieten, was das Fernsehen uns seit einem
Jahrzehnt beschert: Anregende, intelligente Unterhaltung zum Träumen, ohne zu
schlafen.
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Ich selbst bin kein großer Jazz-Kenner, oder gar Fan. Doch die "Space
Night" hat mich schon durch so manche arbeitsame Nacht begleitet. Da
nimmt es nicht Wunder, dass ich trotz einiger anfänglicher Skepsis gleich
beim Starten des ersten Tracks plötzlich Bilder vor mir zu sehen begann.
Vertraute Sternnebel, Sonnen, Planeten und Raumgefährte zogen vor meinem
inneren Auge ihre Bahnen.
Die Musik, die Komponist und Trompeter Nils Wülker mit seiner Band und
zahlreichen Gaststars wie Wolfgang Muthspiel, Jochen Rückert und Frank Lauber
zum Besten gibt, ist sicher keine schwere Kost. Für Jazz-Einsteiger bestens
geeignet, geht sie angenehm ins Ohr und bleibt ganz unauffällig hängen,
trotzdem fernab von "Easy Listening". Die einzelnen Stücke tragen
auf unaufdringliche Art die Handschrift des Komponisten, ohne redundant zu
wirken.
Insgesamt passt auch dieses Jubiläumswerk in die faszinierende Welt - nein,
das Universum - der "Space Night" nahtlos hinein. Auch nach sieben
Jahren kann uns das Bayrische Fernsehen noch angenehm überraschen und uns -
in diesem Fall klanglich - in neue Sphären seines eigenen Schaffens tragen.
Womit wieder einmal bewiesen wäre, dass neu nicht unbedingt schlechter
heißen muss. In diesem Sinne wünschen wir der "Space Night" noch
viele weitere Jahrzehnte neuer Horizonte. Thumb's up!
Samar Ertsey
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