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Shania Twain kennen wir als Modern
Country Ikone Amerikas die übernatürliche Qualitäten zu haben scheint
und auf jeden Fall superhübsch ist. Sie wird bei “Wetten Das..?“-Besuchen
deshalb von Tommy überschwänglich angekündigt, begrüßt und abgeleckt
seit sie auch in deutschen Landen Nummern platzieren konnte. Diese
sind die politisch korrekten Surrogate dessen, was es über den Teich
zu uns geschafft hat und sie haben teilweise Schlagercharakter und
sind zumindest sehr poppig.
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Da die Hormonzwerge in meinem Blut
auch für vor allem wirklich schöne Frauen empfänglich sind, hat
die Dame mit dem nicht nur ebenmäßigen Gesicht sondern auch fantastischen
Körper und dem Segen einer megastraffen Stimme und Bewegungsbegabung
meine Aufmerksamkeit geweckt. So erfährt man das Shania zum Glück
noch dazu Persönlichkeit und Charakter vorweist, was einmal mehr
bestätigt, das wahre Schönheit von innen rührt und weibliche Attribute
kein Hindernis bilden, selbstbewusst, unabhängig und souverän zu
bleiben. Selbst in einer Männer-Domäne wie dem Country-Fach mit
reichlich konservativen Wertvorstellungen. Aber vielleicht irrt
der Rebell ein wenig, wenn er glaubt altmodische Menschen seien
deshalb auch engstirnig.
Zum Sound: Diese
CD ist eher ein Jugendwerk. Der Countryansatz ist deutlich und es
hat auch Beinaheschnulzen. Ansonsten ist der Gitarrensound (das
ist wohl das "modern" an dem Country) tendenziell eher Rockcharakter
und ein paar Stücke sind fast Metal, wäre nicht die Melodiösität.
Die Gitarren - z.B. von "LUV Eyes" und insgesamt - vor Einsatz ihrer
Stimme würde sicher niemand vermuten lassen, es handle sich um Country.
Desgleichen Schlagzeug und Bass. Sicher das rummst. Und Shania´s
Stimme ist ebenso mädchenhaft, wie glasklar und scharf. Die Themen
der Songs drehen sich um zwischengeschlechtliche Ereignisse und
nein, so was wie Homosexualität wird nicht behandelt, aber ansonsten
wird z.B. das Hierarchieverständnis unter den Geschlechtern ("Bite
my Lips") etwa im Berufsfeld durchaus beleuchtet. Neben verständlich
harmlosem Anhimmeln des Helden, welchen es zu gewinnen gilt (genau
letztlich werden die Männer nicht gefragt ;-) und dem besonderen
Glück einer wirklich einigen Partnerschaft wird sehr emotional die
- in Amerika bestimmt nicht kontroverselose - Problematik von Kindern
zwischen indianischen und "amerikanischen" Eltern besungen.
"My Father was a Cherokee, my
mothers people were ashamed of me..." In "Halfbreed" wird noch
eine weit deutlichere Sprache gesprochen, was die Schwere der lebenslangen
Verletzungen und Demütigungen eines Menschen betrifft, welche sich
eine doch immer so von Selbstzweifeln freie Saubermann-Bourgoisie
überall auf der Welt auch gegenüber anderen ihrem labilen Selbsttäuschungssystem
Angst bereitenden Natürlichkeiten der Schöpfung leisten zu dürfen
glauben
Sicher kein Thema das Shania´s Konformität in der Country-Branche beweisen sollte.
Offenbar handelt es sich hier nicht um eine lustige Landei-Nummer von Beauty-Cowgirl für den tumben Chauvi vom Bierpreispark. Das ist eine aufrechte und wundervoll talentierte Frau.
Herz, Verstand, Sex und Charme mit goldenem Willen
.
Sound amerikanisch druckvoll produziert. My humble respect in front of a special woman.
bernhard
r.c.faaß www.empyreal.de
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