Der japanische
Komponist und Musiker Ryuichi Sakamoto ist sehr vielseitig interessiert. Sein
ersten Erfolge hatte er im Bereich des Technopops im Stile von
"Kraftwerk". Hierzulande ist Sakamoto wohl in erster Linie durch seine
Beiträge zum Medium Film bekannt sein. So schrieb er für "Merry
Christmas, Mr. Lawrence" nicht nur den Soundtrack, sondern übernahm auch
gleich noch eine Filmrolle. Für seine Musik zu Bernado Bertoluccis "Der
letzte Kaiser" gab es dann sogar einen Oscar.
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Doch Sakamoto interessiert sich für
nahezu alle Arten von Musik und stellt seltsame Verbindungen her:
"Japanische Popmusik klingt für mich wie Arabische Musik und
in meine Kopf liegt Bali ganz in der Nähe von New York. Vielleicht
hat jeder so eine Art von Geographie in seinem Kopf. Ich jedenfalls
arbeite so." Daher näherte sich Sakamoto der 1994 verstorbenen
Bossa Nova-Legende Carlos Jobim ("The Girl from Ipanema")
nicht nur musikalisch sondern auch geographisch.
Gemeinsam mit der Sängerin Paula Morelenbaum und ihrem Mann Jacques
am Cello, die auch schon mit Jobim auftraten, spielte er in dessen
Haus in den Hügeln über Rio de Janeiro ein Album mit Jobim-Kompositionen
ein. Die zirpenden Grillen und zwitschernden Vögel wurden dabei
zu unverzichtbaren Bestandteilen dieser entspannten CD.
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