Die Zeiten sind
schon irgendwie demokratischer geworden. Heute kann jeder Popstar (oder
Millionär) werden, sofern er bereit ist an Casting-Wettbewerben (oder Shows mit
Günther Jauch) teilzunehmen. Noch vor wenigen Jahren war mindestens eine
Goldmedaille oder ein Meistertitel Grundvorrausetzung für den Besuch im
Tonstudio. Die quirlige Bear Family hat Beispiele für singende Sportler aus den
sechziger und siebziger Jahren zusammengetragen.
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Dies kann durchaus Spaß machen, wie
etwa der vom Boxer Peter Müller alias "De Aap" todesmutig
vorgetragene Ohrwurm "Ring frei zur nächsten Runde" beweist.
In die selbe Kerbe haute der damals ebenso beliebte Torhüter Petar
"Radi" Radenkovic mit bierzeltkompatiblen Stücken wie
"Bisschen Glück in Liebe" oder "Radi und Radieschen".
Eher peinlich sind dann Lieder von schüchternen Sängern wie Franz
Beckenbauer. Ganz schlimm wird es zum Schluss, wenn im Live-Mitschnitt
aus einer ZDF-Sendung von 1972 vier Sportler-Trios sichtlich lustlos
passende Volkslieder wie "Gold und Silber lieb ich sehr"
trällern.
Wie immer bei der Bear Family liegt auch diesmal ein reichlich bebildertes
farbiges und informatives Booklet bei. Einziger Makel an dieser
CD ist, dass es die zweite Zusammenstellung dieser Art ist . Auf
einer ebenfalls bei der Bear Family erschienen CD mit dem Titel
"Vom Stadium ins Studio" befinden sich die absoluten Highlights
des Genres wie etwa "Radi" Radenkovics "Bin i Radi
bin i König", Gerd Müllers "Dann macht es bumm" und
Franz Beckenbauers unverwüstliches "Gute Freunde kann niemand
trennen."
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