"Rebecca"
ist Alfred Hitchcocks erster in den USA entstandenes Werk. Genau wie
sein letzter englischer Film "Riff Piraten" diente auch
hier ein Roman von Daphne du Maurier ("Die Vögel") als Vorlage.
Hitchcock stand damals beim Produzenten David O. Selznick unter Vertrag
und hatte das große Glück, dass dieser gerade so stark mit "Vom
Winde verweht" beschäftigt war, dass er den Regisseur noch halbwegs
ungestört arbeiten ließ.
Dies
war bei den drei folgenden Filmen (wie z. B. "Ich
kämpfe um Dich") nicht mehr der Fall, hatte aber nicht
nur Vorteile. Während es Selznick bei "Vom
Winde verweht" gelang Rhett Butler gegen die Bedenken aller
Sittenwärter ein werkgetreues "My dear, I don´t give a damn"
sagen zu lassen, musste für die "Rebecca"-Verfilmung der
zwielichtige Charakter des von Laurence Olivier gespielten Maxime
de Winter deutlich geglättet werden.
Trotzdem wurde "Rebecca"
zu einem bemerkenswerten Werk in Hitchcocks Oeuvre, schon dadurch,
dass er hier keinen Thriller, sondern ein Melodram drehte. Daher
musste er tiefer in die Charaktere eintauchen als ihm ansonsten
lieb war. Diese hier erworbene Fertigkeit konnte er bei späteren
Meisterwerken wie "Vertigo"
sehr gut einsetzen. Einen nicht zu unterschätzenden Anteil an der
Gesamtwirkung des Filmes hat auch die Musik von Franz Waxman. Diese
aufwändige erstmals komplette Neueinspielung von Waxmans Kompositionen,
die im Film teilweise mit Arbeiten von Max Steiner verschnitten
wurden, beweist das der Komponist genauso geniale Arbeit wie der
Regisseur (und auch der umtriebige Produzent) ablieferte.
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