Zunächst sieht es so aus, als wenn das
Palast Orchester
mit seinem Sänger Max
Raabe ("Kein Schwein
ruft mich an") das Standartprogramm abzieht. Das ist eigentlich
auch durchaus in Ordnung, denn Nummern wie "Frauen brauchen immer
einen Hausfreund" oder "In der Bar zum Krokodil" sind
schon prima, genau wie viele andere erstaunlich frische Nummern aus
den 20er und 30er Jahren.
| |
 |
|
| |
Doch
Track 13 besteht dann aus keinem Lied, sondern enthält folgenden
Hinweis: "Hallo, sind sie noch da? Die Scheibe ist eigentlich
zu Ende. Sind sie Purist, dann stellen Sie den Apparat jetzt lieber
ab, denn wir werden uns nun der aktuellen Popmusik zuwenden..."
Und das machen sie dann auch. Zunächst beginnt es noch mit einer
harmlosen Bearbeitung von "Über sieben Brücken musst Du gehen",
doch dann folgt der helle Wahnsinn.
Die banjolastige Version des
Prince-Hits "Kiss" ist ein absolut tanzbarer Ohrwurm in
einem unglaublich genialen 20er-Jahre Arrangement. Der Song geht
dadurch noch um Klassen besser ab, als in der ebenfalls nicht schlechten
Tom Jones-Coverversion. Ganz mithalten können die folgenden Nummern
dann nicht mehr: Grönemeyers "Männer" wird vom Palast
Orchester immerhin gelungener als von Nina Hagens auf dem "Pop
2000"-Sampler umgesetzt. Auch Queens "We are the Champions"
funktioniert recht gut im gar nicht hymnischen 20er Jahre Sound.
Es bleibt zu hoffen, dass das Palastorchester weiterhin (auch) diesen
Weg beschreitet.
Diese
CD bei AMAZON bestellen, hier anklicken
CDs
vom Palast Orchester bei ebay kaufen, hier anklicken
|