Es passierte
ganz plötzlich auf "Krokodile und andere Hausfreunde", der
letzten Platte des Palast Orchesters
. Als Track 13 ertönte plötzlich folgende Durchsage von Max
Raabe: "Hallo, sind sie noch da? Die Scheibe ist eigentlich
zu Ende. Sind sie Purist, dann stellen Sie den Apparat jetzt lieber
ab, denn wir werden uns nun der aktuellen Popmusik zuwenden..."
Bei dem Wort "Popmusik" machte Raabe einen lustigen Kiekser
und dann folgten wahnsinnig geniale 20er Jahre-Arrangements von "Über
sieben Brücken musst Du gehen", "Männer", "We
are the Champions" und eine schier unglaubliche banjolastige
Version des Prince-Hits "Kiss".
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Jetzt reiten die Musiker komplett auf dieser Masche herum und das Resultat ist diesmal etwas durchwachsen. Bei den "Hits des Jahres" handelt es sich teilweise um Klassiker, die sich in neuen Versionen in den Charts platzierten. Bei modernen Evergreens wie "Super Trouper", "We will rock you" oder "Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann" funktionieren die "Retro-Coverversionen" dann auch recht gut. Im Gegensatz zu "Kiss" kann Max Raabes Version von "Sex Bomb" allerdings diesmal nicht mit der Interpretation von Tom Jones mithalten.
Dafür machen die beiden Britney Spears Titel "Lucky" und "Oops ... I did it again" richtig Spaß und der ohnehin an den Roaring Twenties orientierte "Mambo No. 5" ist beim Palast Orchester ohnehin bestens aufgehoben und geht gut ab. Doch trotz allem Spaß, der auch rüberkommt, muss leider festgestellt werden, dass die "Hits des Jahres" weniger sorgfältig und originell arrangiert sind als die fünf Titel auf "Krokodile und andere Hausfreunde". Doch vielleicht haben banale Titel wie "Blue" oder "Isch liebe disch" das ja auch nicht anders verdient.
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