Ich lehne mich
zurück, um mir den Soundtrack zu Disneys neuester Kinokomödie entspannt
anzuhören. Diesmal muss also die Fernsehserie "Lizzie McGuire" für
ein Kinoabenteuer herhalten. Das Format ist bekannt: Mädchen sieht Sternchen
ähnlich, und hält auf einer Reise nach Italien für ihre Doppelgängerin her.
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Was dann folgt ist eine Dreiviertelstunde
Girlie-Pop aller Couleur, mit kleinen Unterbrechungen. Da es sich
bei dem Film um die Abenteuer einer Sängerin handelt, taucht erwartungsgemäß
der Name der Hauptdarstellerin Hillary Duff mehrfach auf der CD
auf. Gemäß der Verpackung, auf deren Rückseite sie einen auf Christina
Aguilera macht, klingt das, was sie zum Besten gibt süß und klar,
wenn auch nicht besonders originell. Ich weiß, ich habe keine Meisterwerke
zu erwarten. Disney liefert meistens, was man sich erwartet: leichte
Unterhaltung mit kleinem Starfaktor. Ich sehe unwillkürlich auf
den Tetra-Pack neben mir: "Nektar, mindestens 10% Fruchtgehalt".
Yep, so erlebe ich die Musik auch. Ein Ohrzuckerl nach dem anderen,
das die echte Musik beizeiten übertönt. Insbesondere das eher seichte
Geplätscher der orchestrierten Filmmusik.
Geschickt aufgelockert ist das Ganze mit kleinen Bonbons von "Atomic
Kitten" und einem Klassiker des unvergesslichen Dean Martin,
der - was sonst? - einen ebensolchen Abend in Rom besingt. Das ist
auch dringend nötig. Denn thematisch drehen sich alle anderen Songs
immer um dasselbe: Licht- und Schattenseiten des Starrummels. Träume,
Jetset, harte Arbeit, ein bisschen Freudentaumel und die Liebe unterwegs.
Als Zusatztracks liefert Disney zwei echte Überraschungen: die x-te
Cover-Version des zeitlosen Klassikers "Volaré", bei der
ich mich wirklich frage, warum man nicht lieber den Speicherplatz
verwendet hat, um ein Coverbild und die Titel der Tracks auf die
CD zu packen. Das wäre wenigstens ein sinnvolles Extra gewesen.
Was geht ab, Micky?? Der zweite Zusatztitel stammt von Hillarys
Schwester (?) Haylie Duff, und erstaunt wirklich: Schwesterchen
hat irgendwie mehr Power. Da fragt man sich abschließend doch, warum
man da die ganze Zeit die andere ...? Nein. Ich will nicht ungerecht
sein: Die Zeit ging schnell und kurzweilig vorbei. Wenn der Film
demselben Muster folgt, kann ich nur sagen, man kann es getrost
mit dem Titeltrack halten: "Why not?" Ich mag ja auch
meinen Fruchtnektar, und esse unbenommen davon Frischobst.
Samar Ertsey
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