Unter
dem Titel “Atlantic
Affairs“ hat Udo bereits eine CD veröffentlicht. Jetzt
lässt er einen exklusiv auf DVD veröffentlichten Film folgen,
den Hark Bohm (“Nordsee ist Mordsee“) und Nils Willbrandt
in Szene setzten. Zunächst ist es ein wenig peinlich, wenn Heinz
Hoenig als Udos Manager auftritt und erzählt, dass sein Klient
Pleite ist. Die letzte Hoffnung ist eine Erbschaft in New York. Als
Schauspieler hat Udo seit seinem Film-Ausrutscher “Panische
Zeiten“ (1979) nichts dazu gelernt, doch zum begnadeten Selbstdarsteller
reicht es allemal.
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Udo erbt nun von einer Tante, die
in den 30er Jahren emigrierte einige alte Koffer und fährt
mit diesen per Schiff über den Atlantik zurück. Dabei
lernt er einen von Horst Buchholz gespielten Steward kennen, schwelgt
in Erinnerungen und singt zusammen mit anderen Interpreten Lieder
aus dieser Zeit. Ergänzt werden die Songs durch hochinteressante
kurze Filmberichte über deutsche Künstler, die ihre Heimat
nach 1933 verlassen mussten. Dieser Teil ist mit Abstand das Beste
an Lindenbergs Film.
Dagegen fällt der abschließende
30-minütige Liveauftritt von Lindenberg in Bremerhafen ziemlich
ab. Hier assistiert ihm Otto Sander als Steward. Aus den in Lindenbergs
Standart-Rhythmen gezwängten Klassikern ragt eigentlich nur
Tim Fischers einfühlsame Interpretation des im KZ geschriebenen
Stückes “Ein Koffer spricht“ heraus. Insgesamt
also eine durchwachsene Mischung, bei der einige Details sehr viel
stärker überzeugen als das Gesamtkonzept.
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