Udo
Lindenberg hatte schon immer ein Faible für die Zeit um 1930 herum.
Bei den besten Arbeiten seines Spätwerkes handelte es sind meist um
Coverversionen der teilweise wirklich begnadeten Schlager aus dieser
Ära. Man denke nur an "Wenn die Sonne hinter den Dächern"
von seiner Platte "Phönix" und "Ich mache alles mit
den Beinen" aus dem seiner Mutter gewidmeten "Hermine"-Album.
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Diesmal erscheint es jedoch fast wenig
so, als wenn Lindenberg manchmal auch über Umwege inspirieren wurde.
So sind zuvor in den Joseph Vilsmaiers Filmen "Comedian Harmonists"
und "Marlene" die auch
auf diesem Album enthaltenen Titel "Irgendwo auf der Welt"
und "Ich weiß nicht zu wem ich gehöre" ziemlich prominent
präsentiert worden. Etwas peinlich ist es dann zusätzlich noch wenn
Lindenberg "Die Prinzen" als Aushilfs-Harmonists präsentiert.
Der Rest geht allerdings voll in Ordnung. Lindenbergs Version von
"Kannst Du pfeifen, Johanna?" ist sehr erfrischend, während
die beiden Stücks "Ich hab´ noch einen Koffer in Berlin"
und "Ein Koffer spricht" (sehr ergreifendes Solo von Tim
Fischer) thematisch gut zusammen passen, denn schließlich ist "Atlantic
Affairs" ja auch noch ein Konzept-Album über 20 mysteriöse
Koffer, zu dem es auch
einen Film gibt.
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