Der “Kriminaltango“
vom Hazy Osterwald Sextett ist ein
unverwüstlicher Evergreen und wohl das bekannteste Beispiel für
den humorigen musikalischen Ungang mit kriminellen Themen im Bereich
der deutschsprachigen Populärmusik. Dieser 1959 erschienene Titel
war zugleich auch der Vorläufer und Auslöser einer ganzen
Batterie von ähnlich gelagerten Musikstücken, die teilweise
(wie etwa Bill Ramseys “Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“)
zu Hits wurden, manchmal aber (wie etwa Dany Manns Schlagerantwort
“Ich lese abends keinen Krimi“) auch völlig in Vergessenheit
gerieten.
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Doch die Bärenfamilie sorgt
auch hier für Abhilfe. Sie veröffentlicht einmal mehr
einen prall gefüllten und gut gemischen Themen-Sampler mit
bekannten Songs, verblüffenden Raritäten und einem reich
bebilderten Booklet rund um Schurken und Spelunken. Ein wichtiger
Eckpfeiler ist dabei die Musik aus Edgar-Wallace-Filmen,
unvergessen (und natürlich enthalten) ist Elisabeth Flickenschilds
hingehauchtes “Besonders in
der Nacht“ aus “Das Gasthaus an der Themse“
von dem diese CD auch noch eine gleichwertige Alternativversion
von Tanja Berg bietet. Eine der schönsten Ausgrabungen ist
die B-Seite von Trude Herrs Hitsingle “Ich will keine Schokolade“
auf der sie schildert wie es “In der Spelunke zur Alten Unke“
zugeht. (Für einen hoffentlich geplanten Fortsetzungs-Sampler
zu dieser CD empfiehlt sich Trude Herrs thematisch passendes und
sowieso schier unglaubliches Stück “Tango D´Amore“
aus dem Film “Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“.).
Einige Stücke aus den Siebziger
Jahre wie Wolfgang Sauers Kojak-Klamauk “Einsatz in Manhattan
(alles aus den Betten)“ und Ricky Shaynes bemüht alternatives
Stück “Er war ein Teufel“ sind eher Fremdkörper.
Doch die meisten Stücke wie z. B. Eddi Arents “Detektivbüro
00“, Dietmar Schönherrs “Nacht in Soho“ und
Eddie Constantines “Heute dreh´n wir ein Ding, Marcel“
sind echte Mördernummern.
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