Nachdem
“Trikont“ bereits dem schrägen bayrischen Volksmusikidol
Bally Prell, der so genannten “Schönheitskönigin
von Schneizlreuth", bereits ein interessant zusammengestelltes
Doppel-Album gewidmet hat, erfährt dort jetzt der deutlich urigere
Kraudn Sepp seine Würdigung.
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Der 1896 bei Bad Tölz geborene
Josef Bauer wuchs in einer musikalischen Familie auf. Nach seiner
Hochzeit führte er ein hartes Leben als Landwirt auf dem Kraudnhof.
Abwechslung fand er in züchtiger Hausmusik und gemeinsam mit
seiner Frau und deren Geschwister spielte er im “Gaißacher
Sänger- und Zitherquartett“. Nachdem 1964 seine Frau
starb, veränderte sich der Kraudn Sepp, und startete mit knapp
70 Jahren eine Solokarriere. Der Musiker, der zuvor Gasthäuser
eher gemieden hatte, suchte jetzt dort sein Publikum und das Repertoire
wurde derber und zweideutiger.
Wer bisher mit süddeutscher Folklore, vielleicht angesehen
von den “Biermösl Blosn“
nicht viel anfangen konnte, wird durch diese CDs wahrscheinlich
auch nicht missioniert werden. Doch Franz Doblers interessant geschriebene
Biographie des Kraudn Sepp, die in einem 28-seitigen reich bebilderten
Booklet beiliegt, erleichtert auch Nordlichtern den Zugang.
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