Der Name Saúl Hernández ist in Mexiko und Lateinamerika seit dem Ende der achtziger Jahre ein Begriff. Als Frontmann der damaligen Gruppe “Caifanes“ trug er maßgeblich dazu bei, der breiten Bevölkerung Rock in spanischer Sprache schmackhaft zu machen. Auf deutsche Verhältnisse übertragen wäre er wohl eine Mischung aus Lindenberg und Grönemeyer, mit einem Schuss Amon Düül.
Seit
einem internen Streit Mitte der Neunziger firmiert die Gruppe als
“Jaguares“, da Saúl vergaß, sich die Rechte
am Namen “Caifanes“ zu sichern. Seitdem erfreut die
Band alle paar Jahre die Massen von Fans mit CDs, deren Spektrum
von klassischen Latinoballaden bis zu progressivem Rock reicht,
und die ein schöner Beweis dafür sind, dass sich in der
Musik Emotion und Intellekt wunderbar vereinbaren lassen.
Ähnlich
wie andere internationale Kollegen engagieren sich auch “Jaguares“
für Umwelt und Sozialpolitik. Die Meldung, dass 45 Millionen
Mexikaner (also fast die Hälfte der Bevölkerung) unter
der Armutsgrenze leben, inspirierte die Gruppe zum Titel des neuen
Albums, das musikalisch eine Rückbesinnung auf ihre rockigen
Wurzeln präsentiert. So befinden sich auf der Scheibe größtenteils
druckvolle, erstaunlich frische Ergüsse der inzwischen doch
etwas älteren Herren, und einen sich zu ihrem bisher härtesten
Werk. Als Reinhörtipp sei auf die Single-Auskopplung “Entre
tus jardines“ verwiesen, als Clip bei YouTube zu besichtigen.
Rainer Schneider
Diese
CD bei AMAZON bestellen, hier anklicken
CDs
von Jaguares bei ebay kaufen, hier anklicken
|