Wer Countrymusik
bisher ausschließlich für fröhliches Gefidel von Landeiern hielt, wird im
sehr informativen Booklet das dieser CD beiliegt eines Besseren belehrt. Dort
schreibt Rennie Sparks: "Es gibt eine Freude, die so rein, so natürlich
und wortlos ist, dass die einzige Art sie auszudrücken ein Schrei ist- ein
hoher Ton, ein jauchzender Jodel. Die Countrymusik war immer in der Lage, diese
Freudenschreie in ein wunderbar klagendes Schluchzen einzubetten, wobei ein
Klang entsteht, der so voller Schmerz und gleichzeitigem Vergnügen ist, dass
man sich danach sehnt, sein Herz weichgeklopft zu bekommen und in diesem großen
Strom bitterer Süße hineingestoßen zu werden, um schließlich darin zu
ertrinken." Sparks nennt diese beiden extremen Pole auch "Kuckucksrufe
und Hyänenlachen".
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Doch im Mittelpunkt von "Flowers
in the Wildwood" stehen die Frauen in der frühen Countrymusik.
Die in der Tat irgendwo zwischen Freude und Trauer angesiedelten
Musikaufnahmen auf dieser CD stammen aus den zwanziger und dreißiger
Jahren. Damals waren Frauen nicht mehr nur passiver Hauptgegenstand
vieler Liedertexter sondern wurden auch selbst aktiv. Die ersten
Sängerinnen traten noch sehr konservativ auf mit Kompotthauben oder
verkleidet als weibliche Cowboys. Doch langsam jodelten sie sich
nach oben und schon bald waren Frauen ein integraler Bestandteil
der (Country-) Musikbranche.
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