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Beim
Duo Dave Stewart & Barbara Gaskin handelt es sich um Musiker, die
in Deutschland wenig bekannt sind, obwohl sie in ihrer britischen
Heimat Top-Ten Hits landeten, noch auftreten, zusammen Alben produzieren
und veröffentlichen (zuletzt im März 2009 und ein Re-Release Oktober
2009). Dieser Dave Stewart ist Keyboarder und hat außer seinem Namen
nichts mit dem Gitarristen Dave Stewart von den Eurhythmics
gemein.
Auf
den drei Scheiben finden sich bekannte Hits wie "It´s my Party“
– damals der Charteinstieg für die beiden (bis der "Bird
Song" von Lene Lovitch (grusel) die No.1 belegte) – die
Rock´n´Roll - Tanznummer "Locomotion“, den wirklich extrem
klasse Song "Busy doin´ nothing“, welcher schon mit
Bing Crosby voller Frohsinn war: "We´re busy doing nothing,
working the whole day through, trying to find lot´s of things not
to do, we´re busy going nowhere, isn´t it just a crime, we´d like
to be unhappy , but: we never do have the time….”
In
neuen facettenreichen Gewändern, welche den unvorbereiteten Zuhörer
mit Vertrautem an die ausgeklügelten, glasklaren Synthiesoundkaskaden
von Daves Arrangements heranführen. Auch weniger bekannte Werke
anderer Songschreiber wie "Leipzig“ von Thomas Dolby
und das wunderbare "I´m in a different World“ von
Holland/Dozier, Johny Rocco von van Dyrke oder der "Siamese
Cat Song" von Peggy Lee und Sonny Burke aus Disneys "Susi
und Strolch" und viele Andere finden sich.
Die eigenen Nummern sind noch interessanter. In ihnen offenbaren sich umso mehr die Talente. Barbara Gaskins Stimme ist sanft, angenehm und dabei leicht fähig sich den Stimmungen der Titel entsprechend romantisch, fröhlich, traurig bis melancholisch, poppig, frech, erzählerisch, beschwörend, bestimmend, abgehoben, liebevoll, liebenswürdig und oft entrückt zu geben und dabei immer ein bisschen streng, akademisch korrekt, vielleicht gleichzeitig so kühl wie die künstlichen Klänge der Synths und Sampler sein zu dürfen. Dave kann hier frei seinen stimmungsvollen, bis symphonischen Klanggemälden nachgehen. Grob gesprochen handelt es sich um 80er Jahre Synthie-Pop. Kompositorisch , musikalisch jedoch hochanspruchsvoll. Hier werden mit elektronischen Klängen wie mit Orchesterfarben Gemütsverläufe weit über gängige Songmuster hinweg gestaltet. Jede Nummer eine Reise durch die im Text beschriebenen Situationen. Da sind opulente Balladen wie treibende Up-Tempo Knaller. Eingängige Gassenhauer neben komplexen und harmonisch sich verstrickenden Gebilden. Wirklich bemerkenswerte Konstrukte kompositorischen Geistes paaren sich mit konventionellen Refrainmonstern.
Dave hat selbst zwei Bücher zu Komposition, Arrangement, Improvisation etc. verfasst, die diese Dinge auch Laien näherbringen können. Nur in englischer Sprache erschienen.
Auf der Homepage wird sie intelligente Popmusik genannt. Yes!
bernhard
r.c.faaß www.empyreal.de
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