Unter
dem Titel "Caruso 2000" wurden 16 Opernarien aus dem
Repertoire des weltberühmten neapolitanischen Sängers Enrico
Caruso (1873 - 1921) durch modernste Computertechnik mit dem Klang
eines modernen Symphonieorchesters verknüpft. So ein Vorhaben ist
natürlich ein wenig zweifelhaft und erinnert etwas an die
umstrittene Klontechnik.
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Doch
anscheinend war die Scheibe ein Erfolg und daher folgt jetzt eine
zweite CD mit italienischen Volksliedern. Bei den 489 Aufnahmen,
die von Caruso vorliegen, stammen 89 Nummern nicht aus dem Opernrepertoire
und 22 davon sind neapolanische Lieder von denen jetzt 17 für diese
CD aufpoliert wurden.
Mit Hilfe von Spezialrechnern wurde Carusos Stimme aus dem originalen
Orchesterumfeld gelöst. Der Dirigent und Komponist Gottfried Rabl
schuf dann mit dem Radio Symphonie Orchester Wien ein neues musikalisches
Umfeld für die "nackte Stimme". Dabei konnte er nicht
auf leider verschollenen Originalpartituren der Aufnahmen zurückgreifen.
Wer nun ganz viel überbordenden italienischen Schmalz als Einstimmung
auf den nächsten Rimini-Urlaub erwartet, wird sich enttäuscht sehen,
denn der Meister-Tenor kommt (auch bedingt durch die Neueinspielung?)
eher unsentimental daher.
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