In einer nicht allzu
weit entfernten Zukunft leidet die berühmte Pianisten Iris Sellin unter
Multisklerose und büßt dadurch langsam ihre Fähigkeiten zum Klavierspielen
ein. Dies bestärkt sie darin sich klonen zu lassen. Ihre so entstandene Tochter
Siri ist auf dem besten Wege ebenfalls eine Klavier-Virtuosin zu werden. Als
Siri jedoch ihre Entstehungsgeschichte erfährt, wendet sie sich von ihrer
Mutter ab. Franka Potente glänzt in Rolf Schübels Film "Blueprint"
in der Doppelrolle der Iris und Siri. Ansonsten ist jedoch etwas unklar, ob hier
wirklich ein ernstgemeinter Kommentar gegen die Klonforschung abgegeben werden
soll oder ob nicht einfach ein "origineller" Kniff für ein
Familien-Melodram mit herrschsüchtiger Mutter und aufmüpfiger Tochter erzählt
werden soll.
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Wie dem auch sei, ein zentrales
Motiv des Films ist jedenfalls die Musik. Daher erscheint der Soundtrack
zu "Blueprint" auch gleich als Doppel-CD , wobei quasi
als Bonus eine Ansammlung von klassischen Klavierstücken beiliegt,
die meist von Beethoven stammen und von Susanne Kessel interpretiert
werden. Das Kernstück ist jedoch die erste abwechslungsreich zusammengestellte
CD mit der Filmmusik von Detlef Friedrich Petersen. Dieser vertonte
schon Rolf Schübels Film "Gloomy Sunday", der genau wie
"Bluprint" immer wieder drohte ins Kitschige abzurutschen.
Die erste CD enthält ebenfalls das zentrale musikalische Motiv des
Film, ein Thema aus Mozarts Sonate in A-Dur, das ebenfalls von Susanne
Kessel gespielt wird. Insgesamt hinterlässt diese Doppel-CD einen
vielschichtigeren Eindruck als der zugehörige Film.
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