Die US-Amerikaner
bilden sich gottweißwas ein auf ihr Recht öffentlich mit der Knarre
rumzurennen und kein Politiker, der etwas werden will, wird ernsthaft versuchen
hier etwas zu ändern. Ein wenig anders sah die Sache allerdings aus, als am 2
Mai 1967 dreißig Mitglieder der Black Panther Party mit schwarzen Klamotten
sowie Gewehren und Pistolen die Stufen zum Capitol in Sacramento hinaufgingen.
Sie verkündeten fortan von ihren verfassungsrechtlichen Möglichkeiten Gebrauch
zu machen und sich gegen Polizei-Terror zu bewaffnen.
Die weiße TV-Nation war geschockt,
doch Afroamerikaner hatten erstmals das Gefühl "schwarz und
stolz" zu sein. Diese neue Lebenseinstellung schlug sich auch
in der Popmusic und in den Charts nieder. James Brown ließ sich
einen Afro stehen und Marvin Gaye verzichtete auch mal auf "Motown"-Gesülze,
denn: "Wie sollte ich Liebeslieder singen, wenn die Welt um
mich herum explodiert".
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