Nachdem
sie über 13 Jahre gemeinsam mit Ina Müller als “Queen
Bee“ auftrat und dabei eher zweite Geige bzw. Klavier spielte,
präsentiert Edda Schnittgard mit “Barbie reloaded“
ihr erstes Soloprogramm.
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Sie
weist darauf hin, dass es sich trotz des Titels keineswegs um einen
Abend für Fans der schlanken Kultpuppe handelt. Eddas diesbezügliche
Kindheitserinnerungen bestehen eher aus der Erfahrung, dass sie
(quasi als “Rache des dicken Mädchens“) einen Barbie-Kopf
fünf Minuten in siedendes Wasser hielt und sich dessen Volumen
dadurch verdoppelte.
Die vor Publikum aufgenommene CD enthält neben kurzen pointierten
Texteinschüben (etwa über die Sehnsucht nach den guten alten Vor-Waldorf-Spielplätzen
aus Beton) ausschließlich Songs, temperamentvoll vorgetragen und
irgendwo zwischen Swing und Chanson. Hierbei handelt es sich sowohl
um Eigenkompositionen wie auch um Interpretationen von Klassikern
wie “Cry Me A River“. Dadurch lässt sich “Barbie reloaded“ sowohl
hochkonzentriert als auch eher nebenbei anhören. Eddas Beiträge
beschäftigen sich mit dem “in die Jahre Kommen“ (“Ich dachte immer
alt wäre 15 Jahre älter als jetzt“), der schönen neuen Medienwelt
(“Ich wünsche mir meine drei Programme zurück“), der Mode ("Italienische
Schühchen"), der Figur ("ich bin innerlich dünn")
und so ausführlich mit dem Zwischenmenschlichen, dass sie sehr
deutlich klarstellen muss: “Ich bin nicht kontaktgestört!“
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