Eine
Schönheitskönigin, die Zeit ihres Lebens in der Wohnung ihrer Eltern lebt,
wirkt ein wenig wie direkt aus der schrägen Fantasie des Münchner Spaßvogels
Karl Valentin entsprungen. Bally Prell war auch tatsächlich ein nur auf die
bayrische Landeshauptstadt begrenztes Phänomen. Sie hieß eigentlich Agnes
Pauline Prell, doch da sie eher von runder Statur war, nahm sie 1954 den
Künstlernamen Bally an und hatte an Orten wie dem "Münchner Platzl"
riesigen Erfolg mit dem Lied "Die Schönheitskönigin von Schneizlreuth".
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Den Text zu dieser Nummer schrieb Ludwig Prell
für seine Tochter zu einer bekannten Melodie von Paul Lincke. Komplett von
Ludwig Prell stammt hingegen der zweite Bally Prell-Klassiker: Das
"Isarmärchen" treibt so manchem gestandenen Münchner auch heute
noch Tränen in die Augen. Trotzdem ist es nicht angemessen, wenn Ludwig Prell
behauptet: "Die Bally, die singt überhaupt nur Sachen von mir".
Die vorliegenden zwei CDs beweisen das komplette Gegenteil und enthalten auch
Arien und Lieder der deutschen Romantik. Dadurch wird die gesamte Bandbreite
der 1982 verstorbenen Künstlerin belegt, in deren Nachlass sich über 100
Tonbänder und Kassetten befanden. Hieraus wurde diese mit einem reich
bebilderten Booklet versehene Kollektion zusammengestellt.
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