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Gerade der verrückte Erfinder stand schon im Mittelpunkt
einiger Computeranimationsfilme, man denke nur an “Jimmy
Neutron“ oder “Triff
die Robinsons“. Dies liegt möglicherweise daran, dass
die Möglichkeiten des Genres noch lange nicht ausgereizt sind
und es noch einiges zu entdecken gibt.
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Der Held des neuen Filmes von Sony Pictures Animation heißt
Flint Lockwood und versucht seit frühster Jugend (damals erfand
er Schuhe aus der Spraydose, die sich allerdings nicht mehr ausziehen
ließen) die Welt zu verbessern. Auch eine Maschine, die Wasser
in Essen verwandeln soll, scheint zunächst ein Flop zu sein. Doch
nachdem das Ding explodiert und gen Himmel geflogen ist, funktioniert
das kurz und treffend FLDSMDFR (Flint Lockwood Diatonic Super
Mutating Dynamic Food Replicator) genannte Gerät leider
allzu gut. Zunächst regnet es zur Freude aller Cheeseburger doch
dann fallen nach und nach immer gigantischere Nahrungsmittel vom
Himmel. Der Erde (und dort natürlich zunächst den allseits bekannten
Großstädten) droht das Schicksal durch Dauerbeschuss unter gewaltigen
Mengen von riesigen Fleischbällchen, Hot Dogs und Marshmallows
begraben zu werden.
Diese aus einem Kinderbuch stammende Story ist ganz sicher nicht
die originellste Ausgangsidee für einen Trickfilm. Die Hauptfigur
Flint Lockwood ist wenig mehr als ein hyperaktiver Zappelphilipp
und die Qualität der Animation ist auch nicht unbedingt bahnbrechend,
gewinnt aber wenn der Film in 3-D betrachtet wird. Dennoch
hat “Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ Charme.
Das liegt nicht nur an der Unmenge von wirklich originellen Gags
sondern auch am Schauplatz des Geschehens, einer öden Insel
deren Bewohner im Schatten der pleite gegangenen Sardinen-Fabrik
vor sich hin vegetieren (bzw. versuchen von den übrig gebliebenen
Ölsardinen zu leben). Außerdem gibt es etliche liebevoll
charakterisierte Nebenfiguren, wie Tims Vater, einem stoisch-wortkargen
Fischer, der ihre technische Begabung versteckenden Wetterfee
Sam und der in die Jahre gekommenen Sardinen-Werbeikone “Baby“
Brent.
Gegen Ende droht zwar auch dem Zuschauer durch ständiges Nahrungsbombardement
die Übersättigung, doch insgesamt ist “Wolkig…“
äußerst heiter.
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