Mit “Whatever Works“ beendet
Woody Allen anscheinend seine filmischen Exkursionen durch England
(“Match Point“, “Scoop“,
“Cassandras Traum“)
und Spanien (“Vicky Cristina
Barcelona“). Erstmals seit fünf Jahren drehte er wieder in
Manhattan und es verwundert, dass Allen nicht auch noch die Hauptrolle
übernahm. Möglicherweise geschah dies aus Eitelkeit, denn der im Zentrum
des Geschehens stehende Boris Yellinikoff ist ein nur bedingt sympathischer
alter Knochen.
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Der sich selbst für brillant haltende ehemalige Professor für Quantenmechanik arbeitet nach gescheiterter Ehe und Selbstmordversuch als Schachlehrer für Kinder. Dabei bereitet es ihm große Freude seinen Ruf als Menschenfeind zu kultivieren und seine Schüler zusammenzustauchen. Doch urplötzlich schneit die junge Ausreißerin Melody St. Ann Celestine in Boris´ Leben. Der Nörgler nimmt die reichlich naive Südstaatenschönheit in seinem Appartement auf und heiratet sie schließlich sogar. Das geht eine ganze Weile gut bis schließlich auch noch Melodys zerstrittene Eltern in Manhattan aufschlagen und das komplette Chaos ausbricht.
Der hierzulande ziemlich unbekannte Comedian und “Seinfeld“-Autor Larry David ist eine gute Wahl für die Hauptrolle. Ihm gelingt es durch Monologe das Kinopublikum scheinbar direkt anzusprechen und in den Film hineinzuziehen. Der locker erzählte und an gut ausgewählten New Yorker Schauplätzen in Szene gesetzte Film ist ein sympathisches Plädoyer dafür die Dinge auf sich zukommen zu lassen und selbst auszuprobieren was am besten funktioniert.
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