Im Jahre 1671 erhält der Prinz de Condé
(Julian Glover) einen ziemlich unverschämten Brief. Der Marquis de Lauzun
(Tim Roth) fordert ihn auf doch den (Sonnen-) König Ludwig XIV (Julian Sands)
von Frankreich zu den "einfachen Freuden einiger Tage auf dem Lande"
einzuladen, was in Wirklichkeit bedeute, der "Extravaganz und
Originalität des Festlichen Anlasses keine Grenzen zu setzen". Da sich
der ohnehin stark verschuldete Prinz von diesem Besuch einiges erhofft
beauftragt er seinen Haushofmeister Vatel (Gérard Depardieu) drei prächtige
Tage zu gestalten.
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Vatel
muß während dieses Festes nicht nur gegen die finanziellen Nöte
seines Herren ankämpfen, sondern auch gegen die homosexuellen Avancen
des Bruders des Königs (die sich zunächst auf einen Küchenjungen
und dann auch noch auf ihn selbst beziehen) und die Intrigen des
Marquis de Lauzun ankämpfen. In all dem Trubel verliebt er sich
auch noch in die Gräfin Anne de Montausier (Uma Thurman), eine Nebenmätresse
des Königs auf die es auch de Lauzun abgesehen hat. Durch die Bekanntschaft
zu Anne fragt sich Vatel, ob er sich nicht genauso stark prostituiert
wie diese.
Roland Joffé ("The Killing Fields", "Mission")
drehte diesen Film nach einer tatsächlichen Begebenheit. Ihm gelang
das Kunststück, die Geschichte nicht durch die zur Schau gestellte
Opulenz erschlagen zu lassen. Während wir immer wieder den Prunk
durch die Augen des Königs sehen, der weniger boshaft als seine
Höflinge wirkt, ist es doch das Schicksal des quirligen Depardieu
als gutmütiger und moralisch gefestigter Vatel, das den Zuschauer
hinter den Kulissen des Banketts am stärksten fesselt und rührt.
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