Aus den zahlreichen Kinderbüchern um die fantastische Lokomotive Thomas, die Reverend Wilber Awdry bereits in den fünfziger Jahren schrieb, hat die Regisseurin Britt Allcroft eine erfolgreiche TV-Serie gemacht. Schauplatz ist die Insel Soldau, eine Art Lummerland mit deutlich mehr Eisenbahnverkehr, wird von sprechenden Loks befahren. Thomas und seine Dampflok-Freunde liegen dabei im Dauerclinch mit der rüpelhaften Lokomotive Diesel 10, die sie mit ihrer mörderischen Baggerschaufel bedroht.
Die TV-Serie ist vor allem in England und den USA ein Riesenhit, während sie bei uns ziemlich versteckt und nur gelegentlich auf RTL 2 läuft. Die Tricktechnik der Serie ist höchst einfach, denn die "Akteure" fahren einfach auf Modelleisenbahngleisen herum und wenn sie reden, rollen sie dabei nur mit den Augen ohne ihre Münder zu bewegen. Britt Allcroft hat diese Minimaltechnik auch für den ersten Thomas-Kinofilm beibehalten.
Da der Look der TV-Serie jedoch nicht wirklich abend- oder nachmittagsfüllend ist, gibt es noch eine Rahmenhandlung, die in dem in unserer Realität angesiedelten Ort "Shining Time" spielt. Dort lebt der winzige Herr Schaffner (Alec Baldwin), der nach Soldau gerufen wird um den Dampfloks gegen Diesel 10 zu helfen. Doch er hat seine magischen Kräfte verloren. Helfen kann da nur Burnett Stone (Peter Fonda), der eine geheimnisvolle Lokomotive in einer Höhle versteckt hat.
Die sehr simpel realisierten Trickszenen sind
zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, entwickeln dann aber ihren ganz
eigenen Charme. Alec Baldwin ist in seiner aufgesetzt liebenswürdigen
Art manchmal etwas schwer zu ertragen, aber Peter Fonda bügelt das
mit seiner ruhigen abgeklärten Art wieder aus.
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