Kurztrip

 

 
Filmtitel: The Fountain
Originaltitel: The Fountain
Land, Jahr: USA 2006
Regie: Darren Aronofsky
Buch: Darren Aronofsky
Produzent: Arnon Milchan
Musik: Kronos Quartet, Clint Mansell
Darsteller: Hugh Jackman, Rachel Weisz, Ellen Burstyn, Mark Margolis, Marcello Bezina, Alexander Bisping, Cliff Curtis, Sean Gullette, Donna Murphy, Ethan Suplee, Sean Patrick Thomas
Länge: 96 min
Website: www.kinowelt.de


Nach “Pi“ und “Requiem for a Dream“ gilt Darren Aronofsky als Ausnahme-Regisseur der Kubrick-Klasse und konnte für seinen dritten Film, an dem er über fünf Jahre arbeitete (und zwischendrin als einmal gar nichts mehr ging auch eine Comic-Version realisierte), die Hollywood-Stars Hugh Jackman und Rachel Weisz gewinnen (zuvor waren Brad Pitt und Kate Blanchett vorgesehen).
 
      
 

Aronofskys munter zwischen drei Handlungssträngen (Konquistador Tomas sucht bei den Mayas das Geheimnis des ewigen Lebens, Arzt Tommy sucht Heilmittel für seine sterbende Ehefrau, Esoteriker Tom düst auf Felsbrocken mit Baum durch den Weltraum und sucht Erkenntnis) herumhüpfendes Werk um Leben und Tod will sich nicht so recht zu einem befriedigenden Ganzen zusammenfügen.

Während der im südamerikanischen Dschungel angesiedelte Handlungsstrang arg unter dem sehr künstlichen Studio-Look leidet, schrammen die esoterischen Szenen im Weltraum haarscharf an der Kitschgrenze vorbei und erinnern an Titelbilder von Astrologie-Ratgebern. Überraschenderweise gelingen Aronofsky ausgerechnet innerhalb der realistischen Handlungsschiene die besten Momente, was jedoch hauptsächlich an Jackman und vor allem an Weisz liegt. Die immer wieder variierte schlichte aber ergreifende Szene wenn die todkranke Izzi ihren Mann flehend bittet doch mit ihr hinaus in den Neuschnee zu gehen und dieser lieber weiter seinen Forschungen nachgehen will (die vielleicht Izzys Leben retten könnten), bleibt (als Aufforderung den Augenblick zu genießen) länger in Erinnerung als die ganze Bilderstürmerei die Aronofsky ansonsten veranstaltet.

Einen ganz großen Vorteil hat “The Fountain“ auf alle Fälle: Die Chose ist bereits nach 96 Minuten beendet zu sein und dadurch ist der Kurztrip nicht allzu anstrengend.

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