Keine Experimente

 

 

Filmtitel:

Otto´s Eleven

Originaltitel:

-

Land, Jahr:

D 2010

Regie:

Sven Unterwaldt

Buch:

Otto Waalkes, Bernd Eilert

Produzent:

Malte Grunert, Jürgen Draabe, Hans Otto Mertens, Mark Popp

Musik:

Karim Sebastian Elias, Otto Waalkes

Darsteller:

Otto Waalkes, Mirco Nontschew, Rick Kavanian, Sky du Mont, Max Giermann, Arnd Schimkat, Dorothea Walda, Stephanie Berger, Sara Nuru, Jasmin Schwiers, Jennifer Weller, Nino Sandow, Olli Dittrich

Länge:

90 min

Website:

www.warnerbros.de



Umgeben von vier höchst mittelprächtigen Comedians (unter denen der nervige Mirko Nontschew noch mit Abstand der Charismatischste ist, Rick Kavanian und Arnd Schimkat fallen nicht weiter auf, während Max Giermann anscheinend nur dabei ist um Stefan Raab zu parodieren) tritt Otto in diesem Otto-Film als Otto auf und haust in einer Männer-WG auf der klitzekleinen Insel Spiegeleiland. Otto malt schlechte Bilder, besitzt allerdings ein wertvolles Gemälde. Dieses wird ihm jedoch vom Casino-Besitzer Jean Du Merzac gestohlen. Die Insulaner begeben sich aufs Festland um den dreisten Dieb zu bestehlen...

 

    

 

Bei Otto Waalkes ist schon seit Jahrzehnten die Zeit stehen geblieben. Bereits 1985 als er seinen ersten Film ins Kino brachte, entstand der Eindruck, dass er nur seine alten Bühnennummern aufwärmte. Daran hat sich wenig geändert und auch in diesem Film hobst er in seinem unverkennbaren Stil durch die Gegend, tritt als Reporter Harry Hirsch auf oder führt seinen uralten Gymnastik-für-Skatspieler-Gag vor. Doch nicht nur eigenes Material wird recycelt, auch die legendäre Spiegel-Szene aus “Die Marx Brothers im Krieg“ findet sich nahezu unverändert (bzw. sehr viel weniger virtuos dargeboten) im Film wieder. Somit richtet sich der Film in erster Linie an ein sehr junges Publikum, das dieses Gags noch nicht kennt. Etwas erwachseneren Zuschauern wird hingegen recht wenig geboten.

Sven Unterwaldt hat nach “7 Zwerge“, “Siegfried“ und “U-900“ eine weitere halbwegs aufwändig produzierte aber uninspiriert gestaltete Produktion abgeliefert (Jean-Pierre Jeunet erzählte in “Micmacs - Uns gehört Paris!“ eine ähnliche Geschichte zwar fast genauso albern aber visuell sehr viel ansprechender). Als Parodie auf den fast gleichnamigen Kinohit mit George Clooney taugt der Film noch weniger als die zwei Jahre zuvor entstandene Ostzonen-Klamotte “Ossi´s Eleven“. Immerhin ist Sky du Mont - genau wie schon in “Der Schuh des Manitu“ - wieder recht souverän als schmierig-eitler Bösewicht Jean Du Merzac, während Stephanie Berger als dessen übereifrige Assistentin eine gute Figur macht und recht gekonnt grimassiert. Olli Dittrich hingegen wird in einer Nebenrolle (als der wahre Harry Hirsch) verheizt. Im Gegensatz zum Otto-Kinohit “7 Zwerge“ fehlen jedoch souveräne Gastauftritte von Persönlichkeiten wie Helge Schneider, Rüdiger Hoffmann oder Nina Hagen. Es entsteht daher der Eindruck Otto hätte sich mit lauter mittelmäßigen Spaßmachern umgeben, um halbwegs glänzen zu können.

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