|
Umgeben von vier höchst mittelprächtigen Comedians
(unter denen der nervige Mirko Nontschew noch mit Abstand der
Charismatischste ist, Rick Kavanian und Arnd Schimkat
fallen nicht weiter auf, während Max Giermann anscheinend nur dabei ist um Stefan
Raab zu parodieren) tritt Otto in diesem Otto-Film als Otto auf
und haust in einer Männer-WG auf der klitzekleinen Insel Spiegeleiland.
Otto malt schlechte Bilder, besitzt allerdings ein wertvolles
Gemälde. Dieses wird ihm jedoch vom Casino-Besitzer Jean Du Merzac
gestohlen. Die Insulaner begeben sich aufs Festland um den dreisten
Dieb zu bestehlen...
|
|
| 
|
|
|
|
Bei Otto Waalkes ist schon seit Jahrzehnten die Zeit stehen geblieben.
Bereits 1985 als er seinen ersten Film ins Kino brachte, entstand
der Eindruck, dass er nur seine alten Bühnennummern aufwärmte.
Daran hat sich wenig geändert und auch in diesem Film hobst
er in seinem unverkennbaren Stil durch die Gegend, tritt als Reporter
Harry Hirsch auf oder führt seinen uralten Gymnastik-für-Skatspieler-Gag
vor. Doch nicht nur eigenes Material wird recycelt, auch die legendäre
Spiegel-Szene aus “Die
Marx Brothers im Krieg“ findet sich nahezu unverändert
(bzw. sehr viel weniger virtuos dargeboten) im Film wieder. Somit
richtet sich der Film in erster Linie an ein sehr junges Publikum,
das dieses Gags noch nicht kennt. Etwas erwachseneren Zuschauern
wird hingegen recht wenig geboten.
Sven Unterwaldt hat nach “7 Zwerge“,
“Siegfried“ und “U-900“
eine weitere halbwegs aufwändig produzierte aber uninspiriert
gestaltete Produktion abgeliefert (Jean-Pierre Jeunet erzählte
in “Micmacs - Uns gehört Paris!“
eine ähnliche Geschichte zwar fast genauso albern aber visuell
sehr viel ansprechender). Als Parodie auf den fast gleichnamigen
Kinohit mit George Clooney taugt
der Film noch weniger als die zwei Jahre zuvor entstandene Ostzonen-Klamotte
“Ossi´s Eleven“. Immerhin ist Sky du Mont - genau wie
schon in “Der Schuh des
Manitu“ - wieder recht souverän als schmierig-eitler
Bösewicht Jean Du Merzac, während Stephanie Berger als dessen
übereifrige Assistentin eine gute Figur macht und recht gekonnt
grimassiert. Olli Dittrich hingegen wird in einer Nebenrolle (als
der wahre Harry Hirsch) verheizt. Im Gegensatz zum Otto-Kinohit
“7 Zwerge“ fehlen jedoch souveräne Gastauftritte von
Persönlichkeiten wie Helge Schneider, Rüdiger Hoffmann oder Nina
Hagen. Es entsteht daher der Eindruck Otto hätte sich mit lauter
mittelmäßigen Spaßmachern umgeben, um halbwegs glänzen
zu können.
"Otto´s
Eleven" als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken
"Otto´s
Eleven" als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken
"Otto´s
Eleven" bei ebay kaufen, hier anklicken
Die
CD mit der Musik zu "Otto´s Eleven" bei AMAZON
bestellen, hier anklicken
|