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Bei
einer Filmbiografie über Max Schmeling hängt die Latte
nicht allzu hoch, denn bisher gab es nur den eher verunglückten
TV-Film “Joe & Max“ mit Til Schweiger. Doch wenn
Uwe Boll (“Schwerter
des Königs“) das Leben des legendären Boxers
in Szene setzt, könnte es sogar noch etwas peinlicher werden.
Doch Boll hat selbst geboxt – zuletzt sogar gegen seine hartnäckigsten
Kritiker – und zudem mit Halbschwergewichts-Weltmeister “Gentleman“
Henry Maske einen echten Profi im Filmring.
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Maske
macht als Schmeling keine schlechte Figur und dies sogar in den
außerhalb der im Boxring spielenden Szenen. Doch die Probleme
fangen an, sobald er den Mund öffnet. Obwohl auch die übrige Besetzung
(darunter Heino Ferch als Schmelings Trainer) recht gebremst schauspielert,
sorgte in der Pressevorführung fast jedes von Henry Maske ohne
Betonung herausgeleierte Dialoghäppchen für Gelächter (hier hätte
eine Synchronisation ganz gewiss nicht geschadet und wäre auch
keine Schande, denn niemand kann alles).
Als Filmbiografie ist “Max Schmeling“ zwar konventionell
erzählt, funktioniert aber recht gut. Der Film beginnt mit dem
Ende des Zweiten Weltkriegs als der Fallschirmjäger Max Schmeling
auf Kreta einem britischen Kriegsgefangenen sein Leben erzählt.
Als Rückblende folgen die bekannten Stationen, wie das Erkämpfen
der Weltmeisterschaft gegen Joe Louis, das Erobern der Filmschauspielerin
Anny Ondra und das verhaltene Misstrauen gegenüber den Nazis.
Am
Ende des Filmes befinden wir uns im Jahre 1948 am Ende der Boxer-Karriere.
Schmeling/Maske bricht seinen letzten Kampf mittendrin
ab und erklärt sich (und dies sogar halbwegs gut betont) für geschlagen
um den Ring aufrecht zu verlassen. Erst hier (aber immerhin dann
doch noch!) gelingt Uwe Boll ein kleines Stück großes Kino.
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