Steven Spielberg, Clint Eastwood,
Kathleen Kennedy, Robert Lorenz
Musik:
Clint Eastwood
Darsteller:
Matt Damon, Cécile de France,
Frankie McLaren, George McLaren, Lyndsey Marshal, Thierry Neuvic,
Bryce Dallas Howard, Jay Mohr, Marthe Keller, Derek Jacobi
Clint Eastwood hat sich nach dem grandiosen “Gran
Torino“ als Darsteller verabschiedet und wollte fortan
nur noch als Regisseur an Filmen arbeiten, die ihm wichtig erscheinen.
Mit “Invictus – Unbezwungen“
gelang ihm ein warmherziger Film über Nelson Mandelas Kampf gegen
die Apartheid in Südafrika. Doch was reizte Eastwood daran anschließend
eine erschreckend konventionelle Spielberg-Produktion über die
Konversationen mit Toten in Szene zu setzen?
“Hereafter – Das Leben danach“ erzählt gleich drei Geschichten,
die sich langsam aber sicher aufeinander zu bewegen. In San Francisco
arbeitet George Lonneman (Matt Damon) als Lagerist, obwohl er
einst viel Geld dadurch verdiente, dass er bei Berührung von Menschen
mit deren verstorbenen Freunden und Verwandten Kontakt aufnehmen
konnte. Doch diese Fähigkeit bescherte George kein Glück, denn
es ist ihm unmöglich eine Beziehung zu führen. Die erfolgreiche
französische Journalistin Marie Lelay (Cécile de France) hat in
Thailand zwar eine Tsunami-Katastrophe überlebt, doch die damit
verbundene Nahtod-Erfahrung führte dazu, dass sie ihr Leben in
Paris nicht mehr in den Griff bekam. In London muss der 12-jährige
Marcus erleben, wie sein Zwillingsbruder Jason bei einem Unfall
ums Leben kommt und er versucht danach alles Mögliche um mit ihm
Kontakt aufzunehmen.
Verfasst hat diese Ansammlung von Klischees über das Leben nach
dem Tode immerhin Peter Morgan, der Experte für anspruchsvolle
Polit-Dramen wie “Die Queen“
oder “Frost/Nixon“. Auch
hier bleibt nach Sichtung des Filmes unklar, warum uns Morgan
ein so vorhersehbares Fantasy-Mischmasch servierte und dieses
auch noch erschreckend lahm enden ließ. Als Regisseur hat Clint
Eastwood versucht zu retten was zu retten ist. Die internationalen
Schauplätze hat er in schönen Bildern eingefangen, sein Soundtrack
sorgt für die passende Stimmung und die Darsteller machen ernste
Gesichter wenn sie dumme Dinge sagen.