Eigentlich war ja zu vermuten, dass
in "Harry Potter" so ziemlich
jeder britischer Darsteller von Rang und Namen mitgewirkt hat, doch
Robert Altman belehrt uns eines Besseren. Bei seinem neusten Ensemblefilm,
der im England des Jahres 1932 spielt, gibt es über dreißig nahezu
gleich wichtige Rollen zu besetzen, und abgesehen von Maggie Smith
gibt es dennoch keinerlei Überschneidungen mit dem Zauberfilm.
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Auf den ersten Blick handelt es sich
um einen Mystery Thriller vor dem Hintergrund eines gut besuchten
Jagdwochenendes auf dem Landgut Gosford Park. Doch der Mord geschieht
erst recht spät im Film und Altman ist nach eigenen Bekunden weniger
daran interessiert, wer der Mörder war. Seine Frage lautet eher:
Warum hat er nicht schon viel eher zugeschlagen?
Bei "Gosford Park" wechselt Altman immer wieder vom Smalltalk
der High Society zur sehr viel hierarchischer gegliederten Dienerschaft.
Vor dem Auge des Betrachters entfaltet sich ein ebenso kompliziertes
wie faszinierendes Beziehungsgeflecht. Dabei gibt es soviel zu entdecken,
dass es wohl erforderlich ist, den Film noch ein zweites Mal zu
sehen, was so schlimm nicht wäre.
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