In den düsteren Jahren der so genannten
McCarthy-Ära bangten die meisten Kulturschaffenden in den USA
um ihren Job, der schon dann gefährdet war wenn auch nur eine
Ex-Frau mal kurz eine linkslastige Zeitung abonniert hatte. Doch Edward
R. Murrow setzte sich in ab 1953 in seiner TV-Reihe “See It Now“ (die
er immer mit den Worten “Good Night, and Good Luck“ beendete sehr
ausführlich mit Senator Joseph McCarthy auseinander. Die dem
Sender CBS dadurch entgangenen Werbeeinnahmen bestritt er teilweise
aus seiner eigenen Tasche.
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Ausgehend von einem Navy-Piloten,
der grundlos gefeuert wurde, hinterfragte Murrow die durch keinerlei
Gesetze legitimierte Gesinnungsschnüffelei. Er untermauerte
seine Berichte mit Filmausschnitten, die die hinterhältigen
Verhörmethoden McCarthys belegten. Dies zwang McCarthy schließlich
zu einer Gegenrede, die so polemisch geriet, dass die Öffentlichkeit
und auch weiteren Medien sich gegen ihn wandten und ihn schließlich
zu Fall brachten.
George Clooney, der selbst innerhalb des Mediums Fernsehen groß
geworden ist, spielte in seiner zweiten Regiearbeit nur die zweite
Geige (als Murrows Kompagnon Fred Friendly) und wählte ein
nicht gerade sonderlich griffiges Thema. Er machte daraus auch noch
einen Schwarzweißfilm (um problemlos Originalaufnahmen einarbeiten
zu können), der fast ausschließlich in einem engen Fernsehstudio
spielt. Doch das Resultat ist spannender als fast jeder Thriller,
wirkt auch durch die beständig paffenden Akteure sehr authentisch
und zeigt wie wichtig ein verantwortungsvoller, mutiger und unabhängiger
Journalismus ist.
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