1952 in Saigon: Der etwas ausgebrannte englische
Reporter Thomas Fowler (Michael Caine) trifft auf den Amerikaner Alden Pyle
(Brendan Fraser). Er findet den jungen Mann auf Anhieb sympathisch, da dieser
sich sehr viel stiller gibt als seine oft etwas vulgären Landsleute. Doch die
Freundschaft der beiden ungleichen Männer wird arg auf die Probe gestellt,
denn Pyle beginnt sich für Phuong die junge vietnamesische Geliebte von
Fowler zu interessieren. Erschwerend kommt hinzu, dass Pyle doch nicht ganz so
harmlos ist, wie er auf den ersten Blick wirkte, sondern sich im Auftrag des
CIA ganz massiv in die vietnamesische Innenpolitik einmischt.
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Der
englische Schriftsteller Graham Greene ("Der
dritte Mann") geizte in seinem Roman "Der stille Amerikaner"
nicht gerade mit Kritik an der US-Außenpolitik. Als das Buch 1958
erstmals verfilmt wurde (bei uns lief es unter dem Titel "Vier
Pfeifen Opium"), war hiervon jedoch nichts mehr zu bemerken.
Die vom australischen Action-Spezialisten Phillip Noyce ("Todesstille",
"Das Kartell") inszenierte Neuverfilmung scheint sich
zunächst auch sehr viel stärker für die Dreiecksbeziehung zwischen
Fowler, Pyle und Phuong zu interessieren als für die politischen
Hintergründe. Doch dies ändert sich im weiteren Verlauf der Handlung.
Michael Caine erhielt für seine Leistung in diesem Film völlig zu
recht eine Oscar-Nominierung. Doch auch Brendan Fraser ("Die
Mumie") kann in der Titelrolle überzeugen, denn er hat
dies sehr schön von Greene beschriebene unschuldige Gesicht, "das
wir alle einmal hatten, bevor die ersten wirklichen Probleme auftauchten."
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