Alan Parkers neustes Werk stellt die Frage, wie
es dazu kommen konnte, dass ein beinahe schon fanatischer Gegner der
Todesstrafe plötzlich selbst in Texas hingerichtet werden soll. Die
Reporterin Bitsey Bloom (Kate Winslet) darf den Universitätsprofessor David
Gale (Kevin Spacey) an drei aufeinanderfolgenden Tagen direkt vor seiner
Hinrichtung interviewen und erfährt so nach und nach die Hintergründe seiner
Verurteilung. Dabei kommen bei ihr starke Zweifel auf...
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"Dieser Film ist ein Thriller.
Es wäre heuchlerisch, das Gegenteil vorzutäuschen, da wir uns doch
alle der kommerziellen Anforderungen des heutigen Filmgeschäfts
bewusst sind. Vielleicht hätte ich den Film ja allein schon aus
diesem Grund gemacht. Aber es wäre genauso eine Vortäuschung falscher
Tatsachen zu behaupten, dass dies mein einziger Grund wäre, mich
für dieses Projekt zu interessieren." Mit dieser Bemerkung
widerspricht der Regisseur Alan Parker nicht nur der immer wieder
gern geäußerten Filmproduzenten-"Weisheit": "Wer
eine Botschaft hat, soll ein Telegramm schicken.", sondern
er bringt damit auch die Gemeinsamkeiten seiner Filme auf den Punkt.
"Birdy", "Mississippi Burning", "Die
Asche meiner Mutter" und sogar die Musikfilme "The
Wall", "The Commitments"
und "Evita" sind nicht nur kompetent und nach
allen Regeln der Unterhaltungskunst in Szene gesetzt, sondern regen
zum Nachdenken an und enthalten durchaus Botschaften, die allerdings
nie mit dem Holzhammer daher kommen. "Das Leben des David Gale"
steht absolut in dieser Tradition und zeigt Alan Parker auf der
Höhe seines Könnens
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