Am 3. März 1991 verprügelten in Los Angeles
vier weiße Polizisten minutenlang einen Verdächtigen. Dieser hieß Rodney G.
King und war ein Schwarzer. Die Tat wurde von einer Videokamera aufgezeichnet.
Nachdem alle vier Polizisten knapp ein Jahr später freigesprochen wurden,
brachen in der ganzen Stadt massive Unruhen aus. 12 Jahre hat es jetzt
gedauert, bis sich eine Hollywood-Mainstream-Produktion diesem Thema stellt.
"Dark Blue" beginnt kurz vor der Urteilsverkündung und das Finale
des Films findet vor dem Hintergrund der Krawalle statt.
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Dennoch handelt der Film kaum vom
Rassismus sondern eher vom Machtmissbrauch. Hauptfigur ist der von
Kurt Russell verkörperte schon reichlich ausgebrannte Cop Eldon
Perry, der für seinen Vorgesetzten Jack Van Meter (sehr gut: Brendan
Gleeson aus "Gangs of New
York") schon so manche kriminelle Handlung, wie etwa die
Liquidierung scheinbar verdächtiger Personen, begangen hat. Dabei
hatte er immer den Glauben insgesamt doch der Gerechtigkeit zum
Durchbruch zu verhelfen.
"Dark Blue" wurde eher unspektakulär im Stile eines TV-Krimis
inszeniert, verfehlt seine Wirkung aber keineswegs. Dank der bis
in die kleinsten Rollen sehr guten Besetzung und eines kraftvoll
aufspielenden Kurt Russells (und trotz einiger "Erkan und Stefan"-Synchronsprecher)
überzeugt der Film als glaubhafte Milieuskizze (ohne dabei "nostalgisch"
zu wirken) und als moralischer Exkurs, auch wenn die Figur des Jack
Van Meters zu eindeutig als "böse" gezeichnet wurde.
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