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Kurze Zeit sieht es so aus als wenn Steven Soderbergh
hier eine Art Fortsetzung von Walter Salles´ “The
Motorcycle Diaries - Die Reise des jungen Che“ im Sinne
hatte, denn der Film beginnt mit der ersten Begegnung von Guevara
und Fidel Castro, die 1955 in Mexiko stattfand. Doch dann wird
es ganz schön wirr und Soderbergh springt munter aber nicht wirklich
einleuchtend zwischen (mindestens) zwei Zeitebenen hin und her.
Zum einen zeigt eine Rahmenhandlung in grobkörnigen Schwarzweißaufnahmen
wie Che Guevaras 1964 in der New Yorker Gesellschaft herumgereicht
wird, bevor er eine Rede vor den Vereinigten Nationen hält. Der
zweite (deutlich längere) farbig in Szene gesetzte Erzählstrang
schildert detailreich wie Che ab 1956 seine Rebellenarmee nicht
nur an der Waffe ausbildete sondern ihnen auch das Lesen und Schreiben
beibrachte, sowie dafür sorgte, dass seine Männer sich nicht an
der Landbevölkerung vergreifen.
Nach einer etwas ratlosen Weile sorgen diese scheinbar willkürlichen
Sprünge zwischen farbigen Aufnahmen aus dem kubanischen Dschungel
und schwarzweißen Bildern vom New Yorker Großstadtdschungel doch
dafür, dass der von Benicio del Toro beeindruckend verkörperte Che deutlich plastischer als bei einer
linearen Erzählstruktur rüber kommt. “Che - Revolución“
endet dann wieder bei jener ersten Begegnung mit Fidel und macht
insgesamt doch neugierig auf Soderberghs zweiten Teil “Che
- Guerrilla“, aber dann bitte nicht im über vierstündigen
Double-Feature!
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