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Fünf Jahre nach “The Day
after Tomorrow“ lässt Roland Emmerich schon wieder die
Welt untergehen, was eigentlich ein Grund zum Gähnen ist. Doch
die Tatsache, dass er mit “2012“ diesmal kein ökologisch-korrektes
Mahnmal drehte, ist eigentlich auch schon der einzige Nachteil
dieses äußerst fidelen Popcorn-Katastrophenfilms.
Die eher alberne Chose mit dem Maya-Kalender, der den
Weltuntergang für 2012 prophezeite, ist im weiteren Verlauf der
munteren Handlung ebenso unwichtig wie die nicht minder unglaubwürdige
Sache mit der plötzlich zum Mikrowellen-Herd mutierenden Sonne,
die für Erdbeben und allerlei andere spaßige anzusehende Naturkatastrophen
sorgt.
Überraschend für eine Großproduktion
wie diese werden die Darsteller nicht völlig unterfordert.
John Cusack ist witzig und sympathisch als Science-Fiction-Autor,
der die Katastrophe bereits in einem schlecht verkäuflichen
Buch voraussah. Oliver Platt gibt den zynischen Regierungsfuzzi
und Danny Glover den Obama-mäßigen US-Präsidenten,
während Woody Harrelsons Darstellung eines zotteligen Verschwörungstheoretikers
in die Filmgeschichte eingehen dürfte.
Ähnlich wie einst in Emmerichs “Independence
Day“ sind die Trickeffekte auch in “2012“ nicht
auf allerhöchstem ILM-Niveau, aber dafür gibt es reichlich
abgefahrene Ideen wie zwei spektakuläre Flugzeugstarts, kurz
bevor Los Angeles und Las Vegas buchstäblich im Erdboden
versunken sind. Dass hierbei keinerlei Betroffenheit sondern Spaß
und Spannung aufkommen, zeigt wie meisterlich Emmerich das Blockbuster-Genre
mittlerweile beherrscht.
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