Der
Film:
Hochbrisante Spionageverwicklungen um eine US-Wunderwaffe lassen Diplomaten
und Agenten zu Höchstform auflaufen, um die andere Seite - nicht nur
am grünen Tisch - aufs Kreuz zu legen. Oberst Olga und Major Anja
von der russischen Delegation verlassen sich weniger auf militärische
Mittel: Sie arbeiten mit den Waffen einer Frau und einem gehörigen
Schuss Sex. Olga (Lilli Palmer) steht ihren Mann, wenn es gilt, den
US-Delegationsleiter Dave O'Conner (Curd Jürgens) kaltlächelnd unter
den Tisch zu trinken.
Diese deutsch-französische Koproduktion
mit Starbesetzung sollte anscheinend eine Art Update von Ernst Lubitschs
“Ninotschka“ werden. Dazu hat es dann leider doch nicht gereicht,
denn allzu witzig ist das bunte Abrüstungstreiben nun doch
wieder nicht. Dank der soliden Leistungen von Curd Jürgens
und Lilli Palmer geht es aber auch nicht zu albern zu und die Ost-West-Romanze
funktioniert auf der romantischen Ebene so einigermaßen.
Bemerkenswert ist, dass Sammy Drechsel,
das Mastermind der "Münchner Lach- und Schießgesellschaft",
Regie führte und das damalige Ensemble mit Dieter Hildebrandt,
Hans Jürgen Diedrich, Klaus Havenstein, Ursula Noack und Jürgen
Scheller in (leider nicht sonderlich komischen) Nebenrollen zu sehen
ist. Schade, dass Drechsel so wenig von der Bissigkeit der damaligen
TV- und Bühnenauftritten seiner Kabarettisten in den Film gerettet
hat. Insgesamt ist “Zwei Girls vom roten Stern“ somit eher ein interessantes
Zeitdokument als eine wirklich gelungene Komödie.
|