Der
Film:
Kurz vor Beginn der Dreharbeiten zu einer Fortsetzung des sehr erfolgreichen
Söldnerfilms “Die Wildgänse
kommen“ starb der Hauptdarsteller Richard Burton. Es musste
sehr schnell ein Ersatz gefunden werden und so übernahm Edward Fox
(“Die tollkühnen Männer
in ihren fliegenden Kisten“), der in “Der Schakal“
sehr überzeugend einen Attentäter verkörperte, den Part von Alex dem
Bruder des von Burton gespielten Colonel Alan Faulkner.
Die Hauptrolle bekam jedoch Scott
Glenn (“Man on Fire“,
“Das Schweigen der Lämmer“), der häufig als einsamer und
schweigsamer Actionheld zu sehen war, hier aber auch noch eine romantische
Affäre mit der attraktiven Barbara Carrera (“Sag
niemals nie“) zu bewältigen hatte. Die Mission der kaum
an die “Wildgänse“ des ersten Filmes erinnernden Spezialistentruppe
ist an Schwachsinnigkeit kaum zu überbieten. Im Auftrag eines US-TV-Senders
soll das Team in Berlin den Nazi-Kriegsverbrecher Rudolf Hess aus
dem schwer bewachten Spandauer Gefängnis befreien.
Noch tollkühner als dieser Drehbucheinfall
war die Idee Rudolf Hess durch die britische Film- und Theater-Legende
Sir Laurence Olivier verkörpern zu lassen, dessen grenzdebiler Monolog
in dieser ungekürzten Fassung erstmal komplett zu “genießen“ ist.
Inszeniert hat die ganze Chose Peter Hunt, der seine Erfahrung als
James-Bond-Cutter und Regisseur (“Im
Geheimdienst ihrer Majestät“) einbrachte und aus der eher
lächerlichen Geschichte einen soliden durchaus spannenden Kalter-Kriegs-Thriller
machte.
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