Die
Serie:
Wenn in der letzten der 10 Episoden von “The Pacific“ einer
der US-Marines, die im Zentrum dieser Serie stehen, aus dem Zweiten
Weltkrieg zurückkehrt, braucht er für seine Taxifahrt vom Bahnhof
zum Elternhaus nicht zu bezahlen. Der Taxifahrer war auch Kriegsteilnehmer
allerdings “nur“ in Europa und hatte zumindest “einige schöne Tage
in Paris und London“, während der Krieg in Pazifik gegen die Japaner
"die reine Hölle" war.
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Die
mit einem Budget von über 150 Millionen Dollar hauptsächlich in
Australien gedrehte HBO-Serie “The Pacific“ ist
eine Art Fortsetzung von “Band of Brothers“ einer ebenfalls
von Steven Spielberg und Tom Hanks produzierten TV-Version von “Der
Soldat Ryan“ über den 2. Weltkrieg in Zentraleuropa aus US-Sicht.
Doch obwohl der Krieg im Pazifik für die US-Soldaten vielleicht
wirklich die härtere Nummer war, ist “The Pacific“ im Vergleich
zum erdig- dreckigen Stil von “Band of Brothers“ eine deutlich
softere Serie, die so wirkt als wäre sie in den Fünfziger Jahren
entstanden.
Zwar
werden auch hier sehr ausführlich Gefechtssituationen mit allerlei
brutalen Härten gezeigt, doch es gibt auch romantische Love
Stories, die manchmal sogar gut ausgehen, sowie einige heitere fast
schon satirische Berichte von der US-Heimatfront. Obwohl die Drehbücher
sich sehr nah an den tatsächlichen Erlebnissen einiger US-Marines
orientierten, wirkt “The Pacific“ wie die teilweise ganz
schön kitschige Geschichte einiger junger Männer, die
frohgemut in den Krieg ziehen und – sofern sie in ihre Heimat zurückkehren
– zu besseren Menschen herangereift sind. Das Leid von Kriegsversehrten
und die Schwierigkeiten der Soldaten sich wieder in die Gesellschaft
einzugliedern werden nahezu komplett ausgeklammert.
Doch
da jede Episode einen anderen Tonfall anschlägt und fast schon ein
kleiner Spielfilm für sich ist (was sich auch in den sehr langen
Vor- und Abspännen niederschlägt), ist “The Pacific“ als
Kriegsserie deutlich vielschichtiger als “Band of Brothers“.
Schon durch die aufwändige Inszenierung, die beeindruckenden Bilder
und die sympathischen unverbrauchten Darsteller (allen voran James
Badge Dale) ist die Serie unbedingt sehenswert.
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