Der Film:
Nach dem mysteriösen Unfalltod seines erfolgreichen Bruders Justin fährt der junge Provinzanwalt Carl Dawson erstmals nach London, um dessen Nachlass zu regeln. Dort verliebt er sich in Justins Freundin Sunny, verfällt zugleich aber genau wie sein Bruder allmählich dem Sog aus euphorischer Lebenslust, Beats, Drogen und Sex. Als er dabei in finstere Machenschaften des zwielichtigen Clubbesitzers Damian verstrickt wird, ist es fast schon zu spät...
Schon
der Auftakt von “Sorted“ ist ungemein fesselt: In einer
durchgehenden kunstvoll gestalteten Einstellung wird gezeigt, wie
das Landei Carl per Zug in die Großstadt London einfährt.
Aus dem Fenster ist zu sehen sich eine ländliche Umgebung nahtlos
in eine Vorstadt verwandelt und in Windeseile zum Ballungsraum wird.
Dies ist eine passende Einführung für die Geschichte eines
jungen Mannes, der in rasender Geschwindigkeit seine Unschuld verliert.
Matthew
Rhys (“Love and other Disasters“) überzeugt als Unschuldslamm
Carl, der auf den Spuren seines toten Bruders wandelt. “Rocky
Horror“-Urgestein Tim Curry hingegen ist die Idealbesetzung
für Damian dem Herren des Londoner Nachtlebens ist. Obwohl der Film
aus dem Jahre 2000 ist, wirkt die Darstellung der Londoner Club-Landschaft
nicht antiquiert. Dem in Berlin geborenen Regisseur (und Juristen)
Alexander Jovy gelang ein mitreißender Trip durch eine Welt in der
zwar nur Mineralwasser getrunken aber ansonsten nichts ausgelassen
wird.
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