Der
Film:
Sommer 1980: Die Bhagwan-Anhängerin Amrita (wunderschön: Petra Schmidt-Schaller)
zieht mit ihren Kindern Lili und Fabian und ihrer gesamten WG aus
Berlin in die bayerische Provinz. Ein geerbter Bauernhof soll in ein
"Therapie-Zentrum" verwandelt werden, was in der beschaulichen Gemeinde
Talbichl einige Unruhe auslöst. Während Dörfler und Kommunarden sich
gegenseitig misstrauisch beharken, wünscht sich Lili nichts sehnlicher
als eine ganz normale Familie...
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Diesem gut gelaunten Film ist jederzeit
anzumerken, dass Marcus H. Rosenmüller beide Welten kennt und
mag. Daher verteilt er seinen sanften Spott zu gleichen Teilen auf
die lockere aber nicht unspießige Landkommune sowie auf die
eingeschworene, keinem Vorurteil abgeneigte, sich aber um die Mitmenschen
sorgende Dorfgemeinschaft. Wenn freie Liebe auf Trachtenverein trifft,
gibt es reichlich Stoff für Konflikte. Diese eskalieren jedoch
nie in Gewaltausbrüche, die über eine zünftige Dorffest-Keilerei
hinausgehen, sondern lösen sich fast ein wenig zu "happyendig"
auf.
Nachdem
sich in seinen letzten Werken optisch eine gewisse Sachlichkeit
breit machte, ist dieser Film visuell wieder ebenso verspielt wie
Rosenmüllers Erstling “Wer früher stirbt ist länger tot“.
“Sommer in Orange“ ist sicher nicht Rosenmüllers bester
Film, aber wer seine übrigen Werke wie “Beste
Gegend“ oder "Schwere
Jungs"
mag, wird auch hier seine helle Freude haben.
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