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Der
Film:
1960 kam die erste “Dr. Jekyll und Mr. Hyde“-Verfilmung
der englischen Hammer-Studios in die Kinos. Nach seinen Filmen über
Monster (“Frankensteins Fluch”,
1956), Vampire (“Dracula”, 1957), und Mumien (“Die
Rache der Pharaonen”, 1959) ließ Regisseur Terence Fisher
“Schlag 12 in London” folgen. Von einer buchstabengetreuen
Literatur-Verfilmung des Romanes von Robert
Louis Stevenson kann
bei diesem farbenprächtig ausgestatteten Breitwandfilm ganz
bestimmt nicht die Rede sein.
Der
bärtige schon ein wenig klapprige Dr. Jekyll (Paul Massie)
wird durch Experimente zum glattrasierten, jüngeren und sehr
viel umgänglicheren Mr. Hyde (sobald er sich zurückverwandelt
ist sein Bart wieder da). Hyde findet sofort heraus, dass Mrs. Jekyll
(Dawn Addams) ein Verhältnis mit seinem Freund Paul Allen (Christopher
Lee) hat. In aller Ruhe genießt er das Londoner Nachtleben
und bereitet seine Rache vor...
Abgesehen
davon, dass es keine tricktechnisch aufwändige Verwandlungsszene
zu sehen gibt, ist “Schlag 12 in London” eine interessante
- vielleicht gelegentlich etwas zu betulich erzählte - Variante
des Stoffes. Drei Jahre später sollte Jerry Lewis eine ähnliche
Idee haben, denn in “Der
verrückte Professor“ ließ er den unbeholfenen
und unansehnlichen Akademiker Kelp per Chemie zum umschwärmten
Buddy Love werden. Auch die Hammer-Studios nahmen sich erneut des
Themas an. 1971 in “Dr. Jekyll und Sister Hyde“ verlor
die Hauptfigur nach der Transformation nicht nur den Bart, sondern
gleich sämtliche Männlichkeits-Attribute und wurde zur
Frau.
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