Der
Film:
Romulus und Remus wurden kurz nach ihrer Geburt in den Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin genährt und einem Schafhirten aufgezogen. Aus Rache führen sie einen blutigen Schlachtzug gegen das herrschende Regime von König Amulius, an dessen Ende die Gründung einer der bedeutendsten Städte der Antike stehen wird.
Wenn
sich unter den acht Drehbuchautoren dieses Filmes nicht ein gewisser
Sergio Leone befunden hätte, wäre “Romulus und Remus“
wohl in einer weniger aufwändigen DVD-Edition erschienen. Ob
der Einfluss des Italo-Western-Maestros, der zur selben Zeit den
ebenfalls recht hübschen Historienfilm “Der
Koloss von Rhodos“ drehte, auf das Werk allzu groß war
ist eher fraglich. Bemerkenswert ist aber auch noch, dass Sergio
Corbucci, der Regisseur von “Romulus und Remus“ mit “Django“ oder
“Leichen pflastern seinen Weg“ ebenfalls einige Klassiker des Spaghetti-Western
drehen sollte.
Doch
unabhängig von diesen Querverbindungen ist “Romulus und Remus“
ein wirklich sehenswerter Monumentalfilm, der deutlich aufwändiger
inszeniert wurde als z. B. die eher nach Pappmache riechenden “Hercules“-Filme.
Bei den US-Muskelmännern Steve Reeves (“Hercules“) und Gordon
Scott (“Tarzan“) sind die Rollen des ungleichen Bruderpaars bestens
aufgehoben. Insgesamt mag der Film vielleicht nicht ganz die Klasse
der ebenfalls in und um Rom gedrehten US-Produktionen “Quo Vadis“
oder “Ben Hur“ haben, aber temporeicher in Szene gesetzt ist er
allemal.
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