Der
Film:
Dreharbeiten
bringen den New Yorker Schauspieler Jack Noah in die Bananenrepublik
Parador. Dort ist gerade der Diktator verstorben und der Polizeichef
fürchtet nun um seine Macht. Er zwingt Jack, der dem Diktator sehr
ähnlich sieht, die Rolle des Verstorbenen zu übernehmen. Der Job
hat jedoch nicht nur Nachteile, denn die attraktive Geliebte des
Diktators entdeckt den Schwindel, lässt sich jedoch mit Jack ein.
Gerade als der Darsteller seine Rolle schon fast zu gut beherrscht,
droht aus Spaß Ernst zu werden...
“Mond
über Parador“ ist ein maßgeschneiderter Film für
den Vollblutdarsteller Richard Dreyfuss, der kurz zuvor schon bei
“Zoff in Beverly Hills“ mit Regisseur Paul Mazursky zusammenarbeitete
und in der Doppelrolle richtig aufdrehen kann. Ihm zur Seite steht
eine erstklassige Besetzung, allen voran die rassige Sonia Braga
und der viel zu früh verstorbene Raul Julia, der – wenn das
Drehbuch es gelegentlich mal zulässt – als blondierter Polizeichef
mit Oxford-Ausbildungrichtig bedrohlich von charmant zu wahnsinnig
wechselt. Nicht zu verachten ist auch der beschwingte Latino-Soundtrack
vom “Dr. Schiwago“-Komponisten Maurice Jarre.
Die
ganz großen Vorbilder Chaplins “Der große Diktator“
und Lubitschs “Sein oder nicht sein“ nicht einmal ansatzweise
erreicht, schon dadurch dass mehr auf charmante Komödie als
auf treffsichere Politsatire gemacht wird, doch Spaß macht
das Ganze schon.
Die
DVD-Zweitauflage des Filmes kommt ganz ohne Extras, versöhnt aber
etwas dadurch, dass beim Wendecover nicht nur das hässliche gelbe
FSK-12-Icon fehlt, sondern – wie häufig bei MIB - sogar
ein alternatives schöneres Cover geboten wird.
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