Michael Wilson hates Michael Moore

 

 

Filmtitel:

Michael Moore hates America

Originaltitel:

Michael Moore hates America

Land, Jahr:

USA 2005

Regie:

Michael Wilson

Buch:

Michael Wilson 

Produzent:

Tricia Gray, Rob Ladesich, Paul Rosenblum, Norbert Weisser

Musik:

Anthony Riparetti

Darsteller:

Michael Moore, Andrew Breitbart, Carr Hagerman, David Horowitz, Michael Wilson

Website:

www.ksmfilm.de



Der Film:
Der Film könnte auch den etwas weniger spektakulären Titel tragen “Michael Wilson hates Michael Moore“, denn, so Wilson über Moore: “Dieser Mann hat mein Land als einen Ort dargestellt in dem niemand etwas erreichen kann, weil im Hintergrund ein düsteres multinationales Unternehmen die Fäden zieht, das dich davon abhält den amerikanischen Traum zu leben.“ Ebenfalls reichlich genervt war Michael Wilson davon, dass Michael Moore im Ausland immer gerne erzählt, dass “die Amerikaner, die dümmsten Menschen auf diesem Planeten sind."

 

    

 

Daher versuchte Michael Wilson, der durch seine Statur und eine etwas tapsige Art leicht an Moore erinnert, den erfolgreichen Dokumentarfilmer mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Die Idee im Stile von Moores “Roger & Me“ aus dem vergeblichen Versuch den nicht gerade öffentlichkeitsscheu erscheinenden Star-Regisseur zu treffen einen ganzen Film zu machen ist naheliegend. Dies praktizierten ebenfalls die kanadischen Dokumentarfilmer Debbie Melnyk und Rick Caine in "Manufacturing Dissent", doch hier ist auch deutlich der Neid auf den erfolgreicheren Kollegen zu spüren.

Bei Michael Wilson hingegen ist die Triebfeder eine ganz gesund anmutende Mischung aus Wut und Trotz. Er findet in seinem Debütfilm dann auch allerlei Beweise dafür, dass Michael Moore sich Tatsachen zu Recht gebogen und manchmal auch verfälscht hat. Anhänger von Michael Moore sind allerdings meist der Meinung, das geht schon in Ordnung, wenn die ideologische Grundtendenz stimmt.

Allerdings stellte auch Michael Wilson beim Drehen seiner Doku fest, dass er “bessere“ Antworten bekam, wenn er Interviewpartner nicht direkt, sondern auf Umwegen über Michael Moore befragte. Sehr sympathisch ist, dass er diese Beobachtung auch beängstigend fand und daher mit in seinen Film einarbeitete. Dadurch kann Wilson – Michael Moore hin oder her – belegen, dass es so etwas wie Dokumentarfilme eigentlich gar nicht gibt, da auch diese inszeniert werden.




Die DVD:

Anbieter:

KSM GmbH

Länge:

94 min

Format:

16 : 9, anamorph

Sprachen und Ton:

Deutsch und Englisch (Dolby 2.0)

Untertitel:

Deutsch

Ländercode:

2

Extras:

  • Deutscher Trailer (1:30 min)

  • Biografie von Michael Moore auf fünf Texttafeln
  • Wendecover
  • Trailer zu “Das Geheimnis des Wünschens", "What do we think we know" oder "Der Exodus - Wahrheit oder Mythos"


Mankos:

-

 

Fazit:
Erfreulicherweise ist "Michael Moore hates America" nur ansatzweise ein Rache-Pamphlet und in erster Linie eine kurzweilige Reflexion über die Grenzen des Mediums Dokumentarfilm.

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