Die
Serie:
Jon Hamm wirkt als Don Draper immer noch wie frisch aus einer Sixties-Zeitmaschine
entsprungen. Er spielt den Star der New Yorker Werbeagentur Sterling
Cooper als skrupellosen Karrieristen mit festen Moralvorstellungen,
unklarer Vergangenheit und verletzlicher Seele. Drapers Position als
Kreativ-Direktor ist äußerst begehrt. Junge Kreativkräfte und sogar
Frauen streben eine Karriere in der Werbung an. Außerdem machen Erbsenzähler
dem immer perfekt gegehlten Draper das Leben immer schwerer.
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Während
im Hintergrund der 13 Episoden der zweiten Staffel von “Mad
Men“ der plötzliche Tod von Marilyn Monroe und ein
durch die Kuba-Krise drohender Atomkrieg die Nation erschüttert,
sind Draper und seine Werbefuzzi-Kollegen fröhlich am Trinken,
Rauchen und fremdgehen. Doch dies wird nicht mit dem erhobenen Zeigefinger
aus der politisch korrekten Besserwisser-Ecke erzählt sondern
mit sehr viel Liebe zum Detail, einem gewissen Bedauern darüber
das diese (nicht nur schlechten) Zeiten vorbei sind und ganz ohne
hektische TV-Cliffhanger-Dramatik.
Obwohl es in den einzelnen Episoden längst nicht so viel überraschende
Wendungen wie bei “24“ oder “Lost“
gibt, ist “Mad Men“ mindestens genauso spannend. Der Mischung
aus Bürointrigen, Zeitgeschichte und Beziehungsdrama übt weiterhin
eine schwer zu beschreibende Faszination aus.
Die
13 Episoden machen süchtig, können zum Glück jetzt
dank DVD-Box schnell in einem Rutsch betrachtet werden und es ist
schwer vorzustellen, dass diese nicht immer schmeichelhafte Darstellung
der Werbebranche durch Werbepausen unterbrochen wird.
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