Der Film:
1950 regte sich bei "Die Sünderin" noch halb Nachkriegsdeutschland
darüber auf, dass Hildegard Knefs nackter Busen einige Sekunden zu
sehen war. Sechs Jahre später zeigte "Liane" dann schon
sehr viel mehr.
Marion
Michael spielte ein von afrikanischen Eingeborenen aufgezogenes
Findelkind und rennt in der ersten Hälfte des Filmes meist nur mit
einem Lendenschurz bekleidet durch den Dschungel. Allerdings ist
ihr langes blondes Haar meistens (aber eben manchmal auch nicht)
so platziert, dass sie trotzdem noch halbwegs züchtig aussieht.
Nachdem ihre Mähne dann gestutzt wird, bekommt der Betrachter sie
dann leider nur noch voll bekleidet zu sehen.
Doch
"Liane" hat nicht nur Voyeuren so einiges zu bieten, sondern
funktioniert (insbesondere auf bundesdeutsche Verhältnisse bezogen)
auch recht gut als gradliniger Actionfilm, der in seinen afrikanischen
Szenen authentischer wirkt als so mancher "Tarzan"-Schinken
und dann auch noch ein recht spannendes Finale in Hamburg bietet.
Auch Hardy Krüger als jugendlicher Held und Reggie Nalder als Schurke
(Hitchcock setzte ihn im selben Jahr in "Der Mann, der zuviel
wusste" ein) wissen zu überzeugen. Der Film war daher so erfolgreich,
dass er noch recht schnell zwei sehr weniger sorgfältig produzierte
Fortsetzungen ("Liane, die Tochter des Dschungels", 1957
und "Liane - Die weiße Sklavin", 1961 ein Zusammenschnitt
der beiden ersten Teile) nach sich zog, die beim selben Anbieter
ebenfalls auf DVD vorliegen.
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